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Wirtschaft

Japans Wirtschaft kommt ins Stocken

Das Rezessions-Gespenst kehrt zurück: Die Wirtschaftserholung in Japan stockt - eine der Ursachen soll die sinkende Nachfrage in den Schwellenländern sein. Die Regierung plant Gegenmaßnahmen.

Im November sank die Industrieproduktion in Japan erstmals seit drei Monaten wieder. Sie schwächte sich um ein Prozent ab. Auch der Umsatz des Einzelhandels schrumpfte um ein Prozent und damit stärker als erwartet, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Handelsministeriums hervorging. Die schwachen Zahlen schürten Zweifel an der Einschätzung der Notenbank, dass bessere Exporte und ein stärkerer Konsum das Wachstum ankurbeln und die Teuerungsrate in Richtung der gewünschten Marke von zwei Prozent schieben.

Japan macht unter anderem die schwächelnde Nachfrage in Schwellenländern zu schaffen. Allerdings wird für Anfang des nächsten Jahres mit frischen Impulsen gerechnet, wenn Autohersteller neue Modelle auf den Markt bringen.

Konsum bremst Konjunktur

"Es besteht das Risiko, dass der Konsum träge bleibt und verhindert, dass das Wirtschaftswachstum anzieht", sagte Takeshi Minami, Chefökonom des Forschungsinstituts Norinchukin Research. In den Sommermonaten war die drittgrößte Volkswirtschaft hinter den USA und China nur knapp einer Rezession entgangen.

Fürs laufende Quartal wird lediglich mit einem leichten Wachstum gerechnet. Einige Experten befürchten wegen der schwachen Verbraucherausgaben, dass die Wirtschaft auch schrumpfen könnte. Um dies zu verhindern, will die Regierung im neuen Haushaltsjahr ab Anfang April 2016 so viel ausgeben, wie nie zuvor.

Die Notenbank hat bereits angedeutet, die Geldpolitik zu lockern, sollten weitere Risiken für die Wirtschaftserholung auftreten. Zu einer ersten Nachjustierung kam es bereits Mitte Dezember kurz nach der Zinswende in den USA.

ul/iw (rtr)