Japans Walfänger machen wieder Beute | Aktuell Asien | DW | 31.03.2018
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Umwelt

Japans Walfänger machen wieder Beute

333 Tiere. Zwergwale. Getötet, offiziell im Namen der Forschung. Die Walfänger in Japan sind wieder aktiv. Obwohl deren Treiben weiterhin international geächtet wird, hielten sich Umwelt- und Tierschützer diesmal zurück.

Japan Rückkehr Walfänger aus Antarktis (picture-alliance/kyodo)

Zurück im Hafen von Shimonoseki: das Walfangschiff "Nisshin Maru"

Ungeachtet internationaler Proteste haben japanische Walfänger in der Antarktis erneut hunderte Wale getötet. Nach Angaben der japanischen Behörden kehrten drei der fünf Schiffe der Walfangflotte in ihren Heimathafen Shimonoseki im Süden des Landes zurück. Laut der Fischereibehörde hatte die Flotte wie geplant 333 Zwergwale erlegt. Im Gegensatz zu den Vorjahren blieben sie dieses Mal von Umweltschützern etwa der streitbaren Gruppe Sea Shephard unbehelligt.

Nur ein Vorwand, sagt das Gericht

Japan macht zwar wissenschaftliche Gründe für den Walfang geltend, das Fleisch getöteter Wale wird aber anschließend zum Verzehr verwendet. Nach einer Klage Australiens beim Internationalen Gerichtshof (ICJ) in Den Haag hatte das UN-Gericht im März 2014 geurteilt, dass die Wissenschaft nur ein Vorwand für die Jagd aus kommerziellen Gründen sei.

Japan Walfang Minkwal wird verladen (picture-alliance/Maxppp)

Ein Minkwal wird verladen

Daraufhin fuhr Tokio seine Walfang-Aktivitäten zurück. Die getöteten Zwergwale gehören trotz ihrer relativ geringen Größe - Zwergwale werden nur bis zu zehn Meter lang - zu den Großwalen. Japan verfolgt mittelfristig das Ziel, die kommerzielle Jagd auf Großwale wieder zuzulassen. Sie ist seit 1986 verboten.

ml/qu (dpa, AFP)