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Kultur

Japans Regierung muss sich mit UFOs beschäftigen

Das japanische Kabinett führt eine lebhaften Debatte über UFOs. Wissen die Japaner mehr als der Rest der Welt?

Montage: UFO über Tokio

Noch eine Fotomontage: Ein UFO über Tokio

Japans Verteidigungsminister Shigeru Ishiba sagte am Donnerstag (20.12.2007) auf einer Pressekonferenz, es gebe keinen Grund, der uns erlaubt definitiv zu sagen, dass Unbekannte Flug-Objekte (UFOs) nicht existieren. Zuvor hatte Regierungssprecher Nobutaka Machimura Heiterkeit ausgelöst, als er sagte, er persönlich glaube schon, dass es UFOs definitiv gebe. Japans Bildungs- und Wissenschaftsminister hofft sogar auf die Existenz Außerirdischer. "Es wäre lustig, wenn es sie gäbe", sagte Kisaburo Tokai am Freitag (21.12.2007). Dann könnten auch mehr Kinder für den Weltraum begeistert werden.

Erzwungene Stellungnahme

Die öffentliche Diskussion des Themas hatte der Oppositionspolitiker Ryuji Yamane ausgelöst, der eine formelle Anfrage an die Regierung nach der Existenz von UFOs gestellt hatte. Yamane hatte gesagt, Tokio müsse den Aussagen der zahlreichen Menschen nachgehen, die UFOs gesehen haben wollen. Möglicherweise handelte es sich dabei schlicht um Flugzeuge oder um Meteore, die in die Erdatmosphäre eindringen.

Dadurch sah sich die Regierung gezwungen, eine offizielle Stellungnahme abzugeben. "Die Regierung hat die Existenz von UFOs, die angeblich von außerhalb der Erde geflogen kamen, nicht bestätigt", hieß es in einer vom Kabinett abgesegneten Mitteilung. In Ermangelung einer solchen Bestätigung sammle die Regierung keine Informationen über UFOs und tausche sich nicht mit anderen Regierungen aus. "Wir überlegen nicht, welche Maßnahmen für den Fall zu treffen sind, dass unbekannte Flugobjekte über unser Land hinwegfliegen."

Godzilla-Angriff ist schon eingeplant

Verteidigungsminister Ishiba beschäftigt das Thema dagegen offenbar schon. "Wenn Godzilla käme, würde das normalerweise die Mobilisierung von Truppen zur Katastrophenhilfe erfordern", sagte Ishiba laut Medienberichten zu Reportern. Sollte aber ein UFO in Japans Luftraum eindringen, wäre die Frage der Rechtsgrundlage für eine Mobilisierung nicht so einfach, meinte er. So wäre es kaum ein Verteidigungsakt, "wenn die sagen 'Ihr da auf der Erde, lasst uns Freunde sein'". (kas)