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Monarchie

Japans Kaiser Akihito darf bald abdanken

Es wäre das erste Mal nach 200 Jahren, dass ein japanischer Kaiser abdanken würde. Um den Wunsch von Kaiser Akihito nachzukommen, verabschiedete das Unterhaus dafür das notwendige Sondergesetz.

Japans Kaiser Akihito ist seinem Wunsch, Abdanken zu dürfen, einen Schritt näher gekommen. Das Unterhaus des Parlaments in Tokyo segnete ein entsprechendes Sondergesetz ab. Nun muss noch das Oberhaus zustimmen, bevor das Gesetz voraussichtlich am neunten Juni in Kraft tritt. Nach Vorstellung der Regierung könnte Akihito an seinem 85. Geburtstag im Dezember 2018 abdanken. Im kommenden Jahr feiert Kaiser Akihito zudem sein 30. Thronjubiläum.

Ein Porträt von Japans Kronprinz Naruhito (Foto: Getty Images/AFP/M. Vatsyayana)

Thronfolger Kronprinz Naruhito

Der 83-Jährige will zum ersten Mal nach 200 Jahren den Thron für seinen Nachfolger freimachen. Akihito, der herzkrank ist und an Prostatakrebs leidet, hatte im vergangenen Jahr den Wunsch geäußert abzudanken, da er seine verpflichtenden Regierungsgeschäften kaum noch nachgehen könne. Sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito (56), würde seinem Vater anschließend auf den Chrysanthementhron folgen. Die bisherige Rechtslage sah diesen Schritt nicht vor.

Japans Kaiser Akihito mit seiner Familie (Foto: Reuters/Imperial Household Agency of Japan)

Frauenüberschuss: Der japanischen Kaiserfamilie fehlen männliche Erben

Weg frei für Frauen

Das Unterhaus stimmte ebenfalls zu, angesichts des sinkenden royalen Nachwuchses künftig darüber zu debattieren, ob weibliche Familienmitglieder nach ihrer Heirat noch Teil der kaiserlichen Familie sein können. Bisher scheiden Frauen nach ihrer Trauung aus der Kaiserfamilie aus und haben keinen Anspruch auf ein Erbe oder sogar die Thronfolge.

pab/as (afp, dpa, rtr)

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