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Asien

Japans Kabinett wird weiblicher

Japan ist die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, hinkt aber im internationalem Vergleich in Sachen Gleichberechtigung hinterher. Regierungschef Abe geht nun mit gutem Beispiel voran.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe hat seit seiner Wahl im Dezember 2012 erstmals sein Regierungsteam umgebildet. Drei Frauen hat er neu ins Kabinett berufen. Fünf von insgesamt 18 Ministern sind damit weiblich. Zu den prominentesten Neubesetzungen gehört die 40-jährige Yoku Obuchi, (linksim Artikelbild) die Tochter des früheren Regierungschefs Keizo Obuchi. Sie übernimmt das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie. Ebenfalls neu im Kabinett sind die 58-jährige Midori Matsushima (zweite von rechts im Artikelbild), die von nun an das Amt der Justizministerin bekleidet, sowie Haruko Arimura im Amt der Frauenministerin. Die Schlüsselpositionen im Kabinett wurden nicht neu besetzt.

Portrait von japanischer Wirtschaftsministerin Yoku Obuchi (Foto: Reuters)

Yuko Obuchi ist neue Wirtschaftsministerin

Nur wenige Frauen in Führungspositionen

Abe hatte zuvor das

Ziel

ausgegeben, landesweit bis zum Jahr 2020 30 Prozent aller Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Frauen seien die "ungenutzteste Ressource" des Landes, argumentierte er. Nur elf Prozent der Führungspositionen in Japan sind bislang mit Frauen besetzt. Damit belegt die Wirtschaftsmacht Platz 105 in dem vom Weltwirtschaftsforum herausgegebenen Global Gender Gap Report von 2013, der die ökonomische Gleichstellung und politische Partizipation von Frauen misst.

Japans Wirtschaft im globalen Vergleich

Japanische Unternehmen beschäftigen vergleichsweise besonders wenige Frauen. Lediglich 3,9 Prozent der Verwaltungsratsmitglieder gelisteter Firmen sind weiblich. Dies berichtete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In den USA seien es 12 und in Frankreich gar 18 Prozent.

Um diesen Rückstand gegenüber anderen Wirtschaftsmächten auszugleichen, erhöhte Abe nun den Anteil weiblicher Regierungsmitglieder und löste damit den Rekord ab, den die japanische Regierung 2001 aufstellte. Beobachter werten dies als Zeichen seiner Reformbereitschaft.

nin/kle (afp, ape, dpa, rtre)

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