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Wirtschaft

Japans Handel defizitär wie noch nie

Japan leidet noch immer unter den Folgen der Reaktorkatastrophe von Fukushima: Die Handelsbilanz weist ein Rekordminus auf. Der Export gibt allerdings Anlass zur Hoffnung.

Japans Exporte sind im Dezember den vierten Monat in Folge gewachsen. Grund war eine anziehende Nachfrage aus dem Ausland, wie Daten des Finanzministeriums am Montag zeigten. So seien insbesondere in die USA, aber auch nach China und in die Europäische Union mehr japanische Produkte geliefert worden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Exporte somit 12,9 Prozent zu. Dies signalisierte eine anhaltende Erholung der rezessionsgezeichneten japanischen Wirtschaft.

Fukushima und kein Ende

Der schwache Yen und die hohen Energieimporte haben Japan im vergangenen Jahr gleichzeitig das höchste Handelsbilanzdefizit in der Geschichte des Landes eingebrockt. Es stieg im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf knapp 12,8 Billionen Yen (97,3 Milliarden Euro), wie die Regierung am Montag in Tokio mitteilte.

Die Exporte legten wegen des schwächeren Yen um fünf Prozent auf 73,1 Billionen Yen zu, konnten aber das Plus bei den Einfuhren nicht kompensieren. Die Importe stiegen um 5,7 Prozent auf den Rekordwert von 85,9 Billionen Yen. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 und der deswegen ausgesetzten Produktion von Atomenergie ist Japan bei der Energieversorgung auf Importe angewiesen. Aus diesem Grund ist die Handelsbilanz des Landes jetzt das vierte Jahr in Folge negativ – das heißt, dass der Wert der Importe über dem der Exporte liegt.

dk/ul ( dpa/rtr)