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Expertenteams für Fukushima

30. Juli 2013

Das Grundwasser vor der japanischen Pazifikküste ist nach wie vor verseucht. Nach anfänglichem Dementi räumt Fukushima-Betreiber Tepco Fehler ein. Jetzt sollen zwei Expertenteams zur Überwachung eingesetzt werden.

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Leck am Wassertank des Atomkraftwerks Fukushima (Foto: afp)
Bild: Japan Pool/AFP/Getty Images

Die Atomaufsichtsbehörde des Landes hat eine verschärfte Überwachung der Zustände im havarierten Atomkraftwerk Fukushima angekündigt. Zwei Expertenteams sollen Fukushima jetzt verstärkt untersuchen. Dies teilte die Behörde am Dienstag mit. Aus welchen Vertretern sich die Kommission zusammensetzt, ist noch unklar. Zuvor war vor Japans Pazifikküste erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Der Fukushima-Betreiber Tepco hatte die radioaktive Belastung im Grundwasser bis zuletzt bestritten - bis vergangene Woche. Der Betreiber räumte schließlich ein, dass Grundwasser mit dem krebserregenden Caesium ins Grundwasser gelangt sei.

Reparaturkosten deutlich höher

Die Sanierungsarbeiten an der 2011 havarierten Atomanlage könnten nach offiziellen Schätzungen deutlich höher ausfallen als veranschlagt. Das staatlich unterstützte nationale Institut für Industrielle Wissenschaft und Technologie beziffert die Kosten mit umgerechnet bis zu 44 Milliarden Euro - fünf mal so hoch wie zuvor angenommen.

Tepco versucht derzeit mit Spezialchemikalien das Leck an der Außenwand des Atomkraftwerkes abzudichten, um eine weitere Verseuchung des Grundwassers zu verhindern. Der Chef der Atomregulierungsbehörde geht davon aus, dass die Grundwasserverschmutzung seit dem Unfall bis heute anhält. Die Behörde war nach dem schweren Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami von 2011 geschaffen worden. Die Belastung des Grundwassers liegt nach Angaben der Betreiber des Atomkraftwerkes deutlich über dem zulässigen Grenzwert.

da/kle (afp,rtr)