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Ostmitteleuropa

Japaner in Tschechien

– Bislang 103 Firmen tätig, fast zwei Milliarden Dollar investiert, mehr als 22.000 Arbeitsplätze geschaffen, weitere Investitionen geplant

Prag, 4.9.2002, PRAGER ZEITUNG, deutsch

Nach Berichten von CzechInvest beabsichtigen mehrere japanische Firmen in Tschechien im großen Stil zu investieren. So will das japanische Unternehmen Denso Airs Co Ltd Corporation in Liberec eine neue Fabrik zur Herstellung von Aluminiumrohren bauen. "Denso Airs plant, in den kommenden drei Jahren sieben Millionen Dollar in Tschechien zu investieren und über 200 neue Jobs zu schaffen", erläutert Martin Jahn, Generaldirektor bei CzechInvest. Keiichi Takemoto, Geschäftsführer der europäischen Abteilung bei Denso Airs, fügt hinzu, dass die neue Fabrik voraussichtlich im Oktober 2003 in Betrieb genommen werden kann. Besonders die Region Liberec ist nach Meinung von CzechInvest-Projektmanager Jakub Mikulasek bei ausländischen Investoren sehr beliebt.

Aisin nach Pisek

Die japanische Firma Aisin Seiki will im Gewerbegebiet von Pisek eine neue Produktionsstätte für Motorenkomponenten errichten. Nach Aussage von Martin Jahn wird das Unternehmen zwölf Millionen Euro anlegen und mindestens 70 neue Arbeitsplätze schaffen. Diese Zahlen sollen sich in den kommenden drei Jahren verdoppeln. Baubeginn wird im Januar 2003 sein. Die Herstellung von Wasser- und Ölpumpen wird auf Oktober 2003 anvisiert. "Ein Grund für Pisek war die Möglichkeit, als Zulieferer das tschechische Unternehmen CZ Strakonice zu gewinnen", so der Geschäftsführer von Aisin Europe, Osamu Tajima. Dadurch sei man nicht mehr von den Zulieferern aus Fernost abhängig. Der jährliche Lieferumfang beträgt laut Jaroslav Hubac, Leiter für die Aluminiumdivision bei CZ Strakonice, ca. zwei Millionen Euro.

Werk in Ostböhmen

Der dritte japanische Investor, Futaba Industrial Co Ltd, wird für seine neue Fertigungshalle in Ostböhmen 45 Millionen Euro aufbringen. Dabei soll der Sitz in Havlickuv Brod die Basis für Geschäftsaktivitäten des Unternehmens in Europa werden. So erklärte Itsuo Kozuka, Präsident von Futaba Industrial Co Ltd, dass "die Entscheidung auch zugunsten dieses Standorts fiel, weil das Geschäftsklima in der Tschechischen Republik positiv, die logistische Nähe zu den großen europäischen Autoherstellern vorhanden und das Gewerbegebiet gut ausgebaut ist." Geplante Inbetriebnahme des Werkes ist 2005.

In der Summe ist das wirtschaftliche Engagement der Japaner in Tschechien beträchtlich: Zurzeit sind 103 japanische Firmen hier tätig, die überwiegende Mehrheit davon im Handel und produzierenden Gewerbe. Japanische Investoren haben insgesamt 1,98 Milliarden Dollar angelegt und 22.150 Arbeitsplatze geschaffen. (ykk)

  • Datum 06.09.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2cbY
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