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Kultur

Japan startet Mondbesuch

Japans Weltraumprogramm stand in den letzten Jahren unter keinem guten Stern. Die Raumsonde "Kaguja" soll das ändern und den Weg für ein ehrgeiziges Projekt im Jahr 2025 frei machen.

Start der Rakete mit der Mondsonde Kaguya, Quelle: AP

Solche Bilder aus Japan sieht man selten

"Kaguya" hob in der Nacht zu Freitag (14.09.07) von der Insel Tanegashima ab. 45 Minuten später trennte sich die Sonde von der Rakete und machte sich auf die 380.000 Kilometer lange Reise zum Mond. Nach Angaben der japanischen Raumfahrtagentur ist die Mission die aufwendigste seit dem Ende des Apollo-Programms der USA. Außerdem sei sie der erste Schritt für Japans Ziel, 2025 eine bemannte Raumstation auf dem Mond zu errichten.

Offiziell heißt die Raumsonde "Selene" (Selenological and Engineering Explorer), die Japaner gaben ihr aber den liebevollen Spitznamen "Kaguya" - in Anlehnung an den Namen einer japanischen Märchenprinzessin. Die 350 Millionen Euro teure Raumsonde soll ein Jahr lang in einer Höhe von 100 Kilometern über dem Erdtrabanten kreisen und dessen Oberfläche untersuchen. Außerdem hat "Kaguya" eine hochauflösende Fernsehkamera dabei, um zu filmen wie die Erde über dem Mond aufgeht.

Schlüssel-Mission für Japan

Das Gelingen der Mission ist für die japanische Raumfahrt von enormer Bedeutung. In den vergangenen Jahren musste das Weltraumprogramm des Landes zahlreiche Rückschläge einstecken. Zuletzt war 2003 eine Rakete von ihrem Kurs abgekommen und musste deshalb wenige Minuten nach dem Start zerstört werden. Ein erneutes Scheitern wäre nach Einschätzung von Experten das komplette Ende japanischer Weltraumambitionen für eine sehr lange Zeit.

Wichtig ist das "Kaguya"-Projekt für das Land auch, um sich in der Raumfahrt einen Vorsprung vor China und Indien zu verschaffen. Diese Staaten planen für die nächsten Monate ebenfalls eigene Missionen zum Mond. (kas)

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