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Wirtschaft

Japan lässt lockere Geldpolitik unverändert

Die Situation in Japan erinnert stark an die in der Eurozone: Dort pumpt die Notenbank ähnlich wie die Europäische Zentralbank massiv Geld in die Märkte, um die Inflation anzukurbeln. An dieser Politik wird festgehalten.

Nach zweitätigen Beratungen bestätigte die Bank von Japan am Dienstag wie erwartet ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und Wertpapieren von jährlich 80 Billionen Yen (rund 624 Milliarden Euro). Ende Oktober vergangenen Jahres hatte sie die geldpolitischen Zügel weiter gelockert.

Auch hielten die Währungshüter an ihrer Einschätzung der japanischen Wirtschaftslage fest. Demnach hat das Land seine moderate Erholung fortgesetzt. Die Notenbank signalisiert damit, dass sie, um die Wirtschaft aus der Flaute zu führen, eine noch weitere Lockerung der Geldpolitik nicht für nötig erachtet. Allerdings werde die Kerninflation wegen des Rückgangs der Energiepreise für einige Zeit um null Prozent herum liegen.

Die Zentralbank pumpt so viel Geld in die Wirtschaft, um der Deflationsspirale zu entkommen. Die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt litt jahrelang unter fallenden Preisen: Verbraucher hielten sich in Erwartung immer weiter sinkender Preise mit Käufen zurück, was Umsatz, Gewinn und Investitionen der Unternehmen drückte. Die Zentralbank strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an.

zdh/hmf (dpa, rtr)

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