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Aktuell Asien

Japan erwartet Super-Taifun

Einer der gewaltigsten Stürme seit Jahrzehnten bedroht Japan: Der Taifun "Neoguri" rast auf die japanische Südinsel Okinawa zu. Meteorologen warnen vor schweren Unwettern.

Japans Wetterbehörde hat angesichts des heranbrausenden Supertaifuns "Neoguri" die höchste Sturmwarnung für das südjapanische Urlaubsparadies Okinawa ausgerufen. Durch den Sturm seien Menschenleben in Gefahr, es drohten massive Schäden, warnt die Behörde. Es seien Wellen von einer Höhe bis zu 14 Metern zu erwarten. Die Bewohner sollten in ihren Häusern bleiben und sich vor den lebensbedrohlichen Sturmböen, Regenfällen und hohem Wellengang in Sicherheit bringen.

Sämtliche Flüge nach und von Okinawa wurden für Dienstag vorsorglich gestrichen. Der Staatsminister für Katastrophenmanagement, Keiji Furuya, sagte wegen des Taifuns eine Reise in die USA ab. Er rief die Behörden der betroffenen Regionen auf, notwendige Evakuierungen ohne zu Zögern anzuweisen. Vom US-Luftwaffenstützpunkt Kadena auf Okinawa werden seit Sonntag mehrere Flugzeuge verlegt.

Sturm trifft Mittwoch auf japanische Hauptinsel

"Neoguri" bewegt sich mit Böen von bis zu 270 Stundenkilometern auf die Südinsel Okinawa zu. Nach Einschätzung der Meteorologen könnte der Sturm am Dienstagmorgen auf Land treffen. Noch ist der Sturm etwa 300 Kilometer von der südlichsten der japanischen Inseln entfernt.

Der achte Taifun der Saison könnte am Mitwoch auch die japanische Hauptinsel Honshu, wo die Millionen-Hauptstadt Tokio liegt, heimsuchen. Dann aber dürfte "Neoguri" sich bereits abgeschwächt haben. Dennoch wird für die Region vor Überschwemmungen und Erdrutschen wegen heftigen Regens gewarnt. So einen starken Taifun habe es im Monat Juli vermutlich seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben, heißt es. "Neoguri" ist das koreanische Wort für Waschbär.

cr/rb (dpa, afp)