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Globale Zusammenarbeit

Jamaluddin Guillaume aus Le Hochet

Der Ladenbesitzer hält seine Familie dank zusätzlicher Feldarbeit über Wasser.

Jamaluddin Guillaume ist Ladenbesitzer aus der Nähe von Port Louis (Foto: DW/Nasseem Ackbarally)

Jamaluddin Guillaume

Ich bin Jamaluddin Guillaume und betreibe einen Laden in Le Hochet bei Terre Rouge; das liegt fünf Kilometer nördlich der Hauptstadt Port-Louis. Das Leben ist sehr hart für die Menschen in meiner Region. Ich bete täglich um Nahrung und für die Menschen in meinem Dorf. Ich lüge nicht, Gott ist mein Zeuge: ich würde ihnen auch dann noch helfen wenn ich selbst kaum genug zum überleben hätte.

Die zunehmende Arbeitslosigkeit führt zu wachsender Armut. Viele Familien haben keine Ernährer mehr. Wir brauchen zumindest für einen aus jeder Familien einen Job, damit dieser dann für die anderen sorgen kann.

In manchen Familien ist die Armut so dramatisch, dass die Frauen keine andere Wahl haben als sich zu prostituieren. Niemand macht ihnen einen Vorwurf deswegen, schließlich müssen sie ihre Kinder ernähren. Das ist sehr traurig. Viele Männer haben Teilzeitjobs und verbringen ihre freie Zeit in der Kneipe, wo sie ihr letztes Geld verspielen. Sie kommen spät nachts nach Hause, mit leeren Händen und leeren Taschen. Und das Problem wird immer schlimmer.

Immer wieder höre ich die Frage, warum arme Menschen nicht in der Landwirtschaft arbeiten. Aber viele von ihnen, vor allem die Jugendlichen, ignorieren diese Möglichkeit einfach. Sie scheuen die harte Arbeit auf dem Acker. Ich selber habe ein kleines Feld, davon ernähre ich meine Familie. Wir sollten die jungen Menschen wieder zu Bauern ausbilden. Die Welt steht wirklich auf dem Kopf!