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Sport

Jamaika dominiert die 100 Meter

Usain Bolt aus Jamaika ist der schnellste Mann der Welt. Vor 80.000 begeisterten Zuschauern im Olympiastadion lieferten die Sprint-Asse die erwartet große Show. Bolt siegte in der Zeit von 9,63 Sekunden.

Bolt küsste die Tartanbahn umringt von Fotografen, erst dann begann er seinen Jubel-Spaziergang, natürlich mit einer jamaikanischen Fahne. 80.000 Zuschauer im ausverkauften Olympiastadion hatten das zweitschnellste je gelaufene Rennen über die 100 Meter gesehen. Der große Favorit war nicht zu schlagen. Auf der ersten Hälfte des Rennens lagen die Top-Läufer noch eng zusammen. Justin Gatlin, der Olympiasieger von 2004 aus den USA, hatte die Nase vorn. Dann aber zog Bolt unwiderstehlich vorbei und feierte einen klaren Erfolg in neuer olympischer Rekordzeit von 9,63 Sekunden. Hinter ihm schaffte es sein Landsmann und Trainingspartner Yohan Blake (9,75 Sekunden) auf den Silberrang. Gatlin (9,79 Sekunden) wurde Dritter. "Ich wusste, dass ich es schaffen kann. Wenn es drauf ankommt, bin ich da", sagte Bolt.

Mit Abstand der Beste: Bolt stürmt vor Blake und Gatlin ins Ziel. (REUTERS/Dylan Martinez)

Mit Abstand der Beste: Bolt stürmt vor Blake und Gatlin ins Ziel

Nicht viele Athleten haben so wenig Einsatzzeit bei Olympia wie Usain Bolt und so große Wirkung. Der fröhliche Jamaikaner ist eines der Gesichter der Spiele. Sein Konterfei strahlt in der ganzen Stadt von Plakaten und Werbebannern seines Sponsors. Und das Interesse an ihm und den anderen Sprint-Assen war riesig: Eintrittskarten für das Olympiastadion zum 100 Meter-Finale wurden für 400 Euro und mehr gehandelt.   

Training für den besseren Start

Auch wenn Bolt immer seine Späßchen macht und mit dem Publikum spielt: Hinter seinen Leistungen steckt intensives Training. In den vergangenen Jahren hat er vor allem an seinem Start gearbeitet. 2008 in Peking bei seinem Olympiasieg über 100 Meter war der 1,93 Meter-Mann als zweitschlechtester aus dem Block gekommen. Diesmal konnte er schon unmittelbar nach dem Startschuss mit der Konkurrenz mithalten. Erst dann folgte die eigentliche Bolt-Show: Der lange, energiegeladene Schritt und das unvergleichlich lockere Finish. In den Vorläufen agierte er wie immer lässig. Bei seinem ersten Auftritt am Samstag blieb er sogar über der 10-Sekunden Marke. Im Halbfinale blickte er schon früh zur Konkurrenz und trudelte nicht nur wie üblich aus, sondern schien fast vor dem Ziel abzubremsen. Die Zeit: 9,87 Sekunden. 

Sympathisches Großmaul

"Ich will eine Legende werden", tönte Bolt in den Tagen vor dem Rennen. Ein weiterer Schritt auf diesem Weg ist ihm gelungen. Nach drei Olympiasiegen in Peking hat er nun die erste von drei möglichen Goldmedaillen in London schon eingeheimst.