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Jakobsweg

Der Jakobsweg ist der bekannteste Pilgerweg der Welt. Seit über 1000 Jahren wandern Pilger zum Grab des Apostels Jakobus in der spanischen Stadt Santiago de Compostela.

Der bekannteste und beliebste Pilgerweg ist der "Camino Francés", der im Städtchen St. Jean Pied de Port nahe der französisch-spanischen Grenze beginnt. Neben den Wegen in Spanien und Portugal gibt es auch noch eine Vielzahl von Jakobswegen im restlichen Europa. Sie enden alle in Santiago de Compostela, aber jeder beginnt an einem anderen Ort.#br# Die meisten Pilger übernachten in Unterkünften am Wegesrand und lassen sich durch Stempel in das Pilgerheft ihren Aufenthalt bestätigen. Wer bei der Ankunft in Santiago de Compostela nachweisen kann, mindestens 100 Kilometer zu Fuß zurückgelegt zu haben, bekommt im Pilgerbüro die Pilgerurkunde ausgehängt.#br# Bis zum 13. Jahrhundert galt die Jakobsmuschel als Nachweis für die Pilgerschaft, und man kaufte sie sich am Pilgerort. Damals trug man die Muschel am Hut. Doch seit etwa 700 Jahren kaufen die Pilger die Muschel schon vor Beginn der Wanderung und tragen sie sichtbar mit einer Schnur am Rucksack.#br# Der Trend zum Pilgern ist seit Jahren ungebrochen, Im Jahr 2000 waren gerade einmal 5000 Pilger auf dem "Camino Francés" unterwegs, 2015 hingegen waren es bereits 250 000. #br# Laut Experten ist das Pilgern ein Beleg für die Sehnsucht nach Langsamkeit, nach Ausbruch aus einem von Hektik und Reizüberflutung geprägten Alltag und einem einfachen Leben. Velen Pilgern geht es auch um die körperliche Grenzerfahrung. Religiöse Aspekte sind in den vergangenen Jahren eher in den Hintergrund gerückt.