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Fußball

Jahresabschluss nach Krisengespräch

Der Fußball-Klassiker Deutschland gegen England geht an diesem Mittwochabend in Berlin zum 31. Mal über die Bühne. Die deutsche Nationalmannschaft will die Unruhe der vergangenen Wochen vergessen machen.

Bundestrainer Joachim Löw beim Training der Nationalelf vor dem Spiel gegen England. Quelle: ap

Joachim Löw - Alles unter Kontrolle?

Mit einer Gardinenpredigt hat Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel gegen England für klare Verhältnisse gesorgt – glaubt er jedenfalls. "Ich habe da absolut keine Bedenken, dass die Vertrauensbasis in irgendeiner Form zerstört ist. Jeder weiß, dass ich diese Dinge in Zukunft nicht mehr akzeptieren werde. Das gilt selbstverständlich für alle."

Bitte nicht stören!

Torsten Frings bei einer Pressekonferenz, ein Mikrofon in Form eines Balles verdeckt seinen Mund. Quelle: ap

Torsten Frings - Ich sage nichts mehr

"Diese Dinge", das ist die öffentliche Kritik an Löws Arbeitsweise, die der Kapitän der Nationalmannschaft, Michael Ballack, und Mittelfeldspieler Torsten Frings zuletzt geäußert hatten. Stinksauer sei er darüber gewesen, sagt Löw. Beide Spieler haben sich inzwischen bei ihm entschuldigt. Löw hat dennoch in einer Mannschaftsbesprechung vor dem England-Spiel unmissverständlich klar gemacht, dass so etwas nicht mehr vorkommen darf. Schließlich hat das deutsche Team das Ticket für die Weltmeisterschaft 2010 noch nicht gelöst, auch wenn es in der Tabelle seiner Qualifikationsgruppe führt. Löw will nicht, dass die Konzentration durch Scharmützel jenseits des Platzes gestört wird. Arne Friedrich kann die Beweggründe Löws nachvollziehen "Das ist doch eigentlich selbstverständlich", sagt der Berliner Verteidiger, "solche Dinge muss man intern regeln." Und zwar nur intern. Löw hat dabei auch die volle Rückendeckung des DFB.

Konkurrenzkampf statt Platzhirsche

Leverkusens Simon Rolfes im Spiel gegen den 1. FC Köln. Quelle: ap

Simon Rolfes (li.) - Selten am Ball vorbei

Im Spiel gegen England werden Ballack und Frings, die beide angeschlagen sind, nicht spielen. Bundestrainer Löw will Alternativen ausloten. "Ich möchte da was sehen, für die Zukunft, fürs nächste Jahr." Löw setzt auf Konkurrenzkampf. Platzhirsche, die darauf beharren, unabhängig von ihrer Form in der Nationalelf zu spielen, soll es nicht mehr geben. Der Bundestrainer hat für das Prestigeduell gegen England die Neulinge Tobias Weis und Marvin Compper, beide vom Aufsteiger 1899 Hoffenheim, sowie Marcel Schäfer vom VfL Wolfsburg in den Kader geholt. Alle drei haben gute Chancen, in Berlin ihr Debüt im Nationaldress zu geben. Erstmals wird der Schalker Jermaine Jones in der Startelf stehen, neben Simon Rolfes, der zuletzt in der Bundesliga überragend aufgespielt hatte. "Einen Stammplatz im Kader habe ich, jetzt will ich mir einen in der ersten Elf erkämpfen", sagt der Leverkusener selbstbewusst. Die Kapitänsbinde wird Miroslav Klose tragen, der im Sturm gesetzt ist.

Verlegenheitself mit Selbstbewusstsein

Englands Coach Fabio Capello beim Training vor dem Spiel gegen Deutschland. Quelle: ap

Fabio Capello - Will gegen Deutschland gewinnen

Der Trainer des Gegners England, Fabio Capello, ist nicht zu beneiden. Mehrere prominente Stammspieler haben wegen Verletzungen absagen müssen: Frank Lampard, Steven Gerrard, Ashley und Joe Cole, Rio Ferdinand, Wayne Rooney und auch Jungstar Theo Alcott. "Unabhängig wer spielt", warnt Bundestrainer Löw, "England hat eine starke Mannschaft wie die letzten Jahre nicht mehr." Die "Three Lions" haben alle vier WM-Qualifikationsspiele gewonnen. Und geht es nach Trainer Capello, bleiben sie auch in der achten Partie unter seiner Regie ungeschlagen. "Ich bin sicher, dass wir ein großes Spiel machen werden", sagt der Italiener selbstbewusst. "Ich will hier gewinnen".

Länderspiel live mit DW-Radio

Erleben Sie das Länderspiel Deutschland gegen England live mit: an diesem Mittwoch, 19. November ab 19.30 Uhr UTC über Kurzwellle, Satellit und im Internet!

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