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Podcast Wirtschaft

Jahres-Pressekonferenz im DIN-Institut

Das in Berlin ansässige Deutsche Institut für Normung (DIN) ist das aktivste Normungsinstitut Europas.

Das in Berlin ansässige Deutsche Institut für Normung (DIN) ist das aktivste Normungsinstitut Europas. Es verantwortet rund 29 Prozent der Normungsprojekte des Europäischen Normungsinstituts (CEN), wie DIN-Direktor Torsten Bahke in Berlin weiter feststellte. Im Wirken für die International Organization for Standardization (ISO) stehe das DIN mit 17 Prozent hinter den USA (19 Prozent) an zweiter Stelle. Die interessierten Kreise - die Wirtschaft, die öffentliche Hand und die Verbraucher - beteiligten sich nach wie vor intensiv an der Normungsarbeit, sagte Bahke.

Das DIN habe das Geschäftsjahr 2001 mit einem Budget von 87 Millionen Euro ausgeglichen abgeschlossen, teilte Bahke mit. 69 Prozent der Normenarbeit würden vom Beuth-Verlag erwirtschaftet, der zum DIN gehört. Rund 20 Prozent steuere die deutsche Wirtschaft in Form von Fördermitteln und Kostenzuwendungen bei. Vom Staat kämen elf Prozent für den DIN-Haushalt. Das DIN beschäftigte 704 (Vorjahr: 702) Mitarbeiter.

Mit der Erstellung und Veröffentlichung von 2104 neuen Normen stieg der Normenbestand des DIN aktuell auf 26 130. «Veraltete Normen und solche, die keine Marktrelevanz mehr haben, werden sukzessive zurückgezogen», betonte Bahke. Als ein Beispiel für den Nutzwert der Normung nannte er die Luftzugseinrichtungen in Laboratorien. Hier führten die entsprechenden Normen allein in Deutschland zu einer jährlichen Ersparnis von 77,5 Millionen Euro. Um die große Nachfrage an Normung auf dem Gebiet sich schnell entwickelnder Technologien wie der Informationstechnologie schneller zu befriedigen, seien weltweit Spezifikationsverfahren entwickelt worden. Ziel sei es, die Normen im Durchschnitt innerhalb von 36 Monaten festzulegen.

Kritik übte der DIN-Direktor an der Haltung der USA, die eine handelshemmende Normenpolitik betrieben. «Sie beteiligen sich zwar bei internationalen Normungsvorhaben, setzen aber dann die verabschiedeten Normen national nicht um», sagte Bahke. Das führe zu einem inhomogenen Markt und verzerre den Wettbewerb.

Auch für die anstehende EU-Erweiterung nach Osten habe die Normung eine große Bedeutung. So müsse jeder Beitrittskandidat bereits bei der Antragstellung annähernd 80 Prozent der europäischen Normen umgesetzt haben. Polen beispielsweise liege erst bei knapp 30 Prozent. Bessere Voraussetzungen sind laut DIN in Tschechien, Ungarn und Slowenien vorhanden.

Quelle: ddp

  • Datum 07.05.2002
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