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Kultur

Jagd nach Megapixeln ist zu Ende

In rund fünf Jahren haben digitale Kameras eine rasante Entwicklung genommen. Die digitale Fotografie hat die Ecke der High-Tech-Spielerei verlassen und ist ein Massenmarkt geworden.

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Trends rund um die Fotografie auf der Photokina in Köln

Auf der am 25. September 2002 beginnenden Photokina in Köln steht bei digitaler Fotografie nicht mehr die Megapixel-Leistung im Blickpunkt. Stattdessen sind neue Funktionen und Modellpflege angesagt.

Ein Rückblick

Die ersten Digitalkameras mit mehr als einer Million Pixel (Bildpunkte) tauchten 1997 auf - damals rümpften ambitionierte Hobby-Fotografen noch zu Recht die Nase über die schlechte Abbildungsqualität. Schließlich hat ein Foto auf einem Kleinbildfilm bei einem guten Objektiv fester Brennweite eine Auflösung von etwa neun Megapixel.

Je mehr Pixel eine Bilddatei auf gleicher Fläche aufweist, desto höher ist die Auflösung und damit die Realitätsnähe des elektronischen Bildes.

Aber die Entwicklung der CCD-Sensoren (Charged Coupled Device), die bei den digitalen Kameras die Stelle des Films einnehmen, schritt in kurzer Zeit rapide voran. 1998 gab es die erste Kamera mit zwei Megapixel, 2000 wurde die Schwelle von drei Megapixel genommen und seit dem vergangenen Jahr gibt es Kameras mit vier und fünf Megapixel.

Nach der Pflicht die Kür

"Der Run auf die Megapixel ist sehr gebremst", sagt Olympus-Sprecherin Anette David. "Für den Massenmarkt wird sich das bei drei und vier Megapixeln einpendeln." Bei Ausdrucken bis DIN A4 seien ohnehin kaum Unterschiede zu Aufnahmen mit einer Fünf-Megapixel-Kamera zu erkennen.

Dafür legen die Hersteller den Schwerpunkt jetzt verstärkt auf andere Fähigkeiten. Fujifilm stellt auf der Photokina die FinePix S304 mit einem optischen Sechsfach-Zoom vor, der die Kleinbild-Brennweiten von 38 bis 228 Millimetern abdeckt und damit weit in den Telebereich vorstößt.

Einen ähnlichen Weg beschreitet die Olympus Camedia C-720 Ultra Zoom. Der optische Achtfachzoom erstreckt sich über Kleinbild-Brennweiten von 40 bis 320 Millimetern - damit kann man auf der Foto-Safari dem Löwen tief ins Auge blicken oder sich im Wolfsburger Stadion einen Effenberg heranzoomen.

Neue Speicherkarte

Bei der Gewissensfrage nach dem Datenträger der Kamera gibt sich die Camedia C-5050 sehr flexibel: Hier kann die bisher von Olympus bevorzugte Smart-Card ebenso eingesteckt werden wie die verbreitete CompactFlash-Card, das IBM-MicroDrive oder die neue xD-PictureCard, die jetzt bei Fujifilm standardmäßig verwendet wird und Kapazitäten von 16 bis 128 MB bietet.

Kamera mit Bluetooth

Blauzahn statt Blaustich - so könnte das Motto der neuen Cybershot DSC-FX77 von Sony lauten: Die kompakte Vier-Megapixel-Kamera ermöglicht mit der integrierten Bluetooth-Technik die schnelle Funkübertragung der Bilddaten. Diese werden von einem um 300 Grad schwenkbaren Objektiv aufgenommen.

Wer mit der festen Brennweite von 37 Millimetern nicht zufrieden ist, wird von Sony mit einem 3,4-fachen Digitalzoom getröstet. Allerdings vergrößert ein Digitalzoom halt nur die aufgenommenen Pixel und kann den optischen Abstand nicht verkürzen. Dafür ist die Cybershot in nur einer Sekunde betriebsbereit und macht damit ihrem Schnappschuss-Charakter alle Ehre. (ap/kas)

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  • Datum 26.09.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2hDu
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