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Fokus Osteuropa

Jadranka Kosor Favoritin in der Herzegowina

Wie in Kroatien wurden auch im Ausland am 2. Januar Präsidentschaftswahlen abgehalten. In Bosnien-Herzegowina waren 42 Wahllokale in 27 Städten geöffnet. Im Vorfeld war die höchste Wahlbeteiligung in Mostar zu erwarten.

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In Mostar zeigten Stimmberechtigte das größte Interesse an den kroatischen Präsidentschaftswahlen – inoffiziellen Schätzungen zufolge haben sich etwa 40 Prozent in der Herzegowina an den Wahlen beteiligt. Die Beobachter der hiesigen politischen Ereignisse bewerten die Wahlbeteiligung als gut, insbesondere im Vergleich zu Zentral-Bosnien, wo in einem Wahllokal lediglich 95 von über 6.000 registrierten Stimmberechtigen an die Urnen gingen.

Extrem-rechte Kandidaten auf Platz 3 und 4 der Auslandsliste

Die Kroatische Demokratische Gemeinschaft, HDZ, in Bosnien-Herzegowina stellte fest, dass eben mit den Stimmen der bosnisch-herzegowinischen Kroaten sich Jadranka Kosor, die Kandidatin der kroatischen Schwesterpartei, den Einzug in die zweite Wahlrunde am 16. dieses Monats erkämpft und den ersten Platz gesichert habe. So hat es sich für Jadranka Kosor ausgezahlt, dass sie einen Teil ihres Wahlkampfs in Bosnien, genauer gesagt in der Herzegowina und in Mostar führte, und nicht nur für sie. Auf Platz 3 und vier der Auslandsliste befinden sich Ivic Pasalic mit 7,8 Prozent und Ljubo Cesic Rojs mit 2,4 Prozent der Stimmen. Beide widmeten den Kroaten in Bosnien-Herzegowina ihre Zeit. Pasalic sorgte sogar mit radikalen politischen Aussagen für Aufregung. Amtsinhaber Mesic konnte nur den zweiten Platz belegen.

Für die Präsidentschaftswahlen in Kroatien waren 290.611 Stimmberechtigte in Bosnien-Herzegowina registriert. Sie konnten in 42 Wahllokalen in 27 Städten ihre Stimme abgeben. In einigen Städten – beispielsweise in Livno und Siroki Brijeg -beobachteten auch Mitglieder der Nicht-Regierungsorganisation GONG den Wahlverlauf. Diese Organisation ist zuständig für unabhängige Wahlbeobachtung in Kroatien.

Mustafa Alendar, Mostar, DW-RADIO / Bosnisch, 3.1.2005