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Kultur

Jacques Doillon wird 70

Der französische Regisseur hat seit 1974 ein beeindruckendes Werk geschaffen. Jetzt liegt sein neuester Film "Love Battles" auf DVD vor.

Im Alter von 70 Jahren solche Filme zu machen, das ist schon ungewöhnlich. Doillons neustes Werk "Love Battles", das in Deutschland jetzt nur auf DVD herausgekommen ist, feierte bei der vorletzten Berlinale Deutschland-Premiere. Es zeigt den Kampf um die Liebe eines Paares, das nur schwer zueinanderfinden kann. Das ist wildes und junges Kino, kein Film, bei dem man einen siebzigjährigen Regisseur vermuten würde. Aber Doillon, der jetzt runden Geburtstag feiert (15.3.), war schon immer ein Filmemacher, der in kein Raster passte. Er debütierte ein Jahrzehnt nach seinen berühmten Kollegen von der Nouvelle Vague und arbeitete gern mit jungen Darstellern. Spektakulär etwa sein Film "Ponette", dessen vierjährige (!) Hauptdarstellerin 1996 bei den Festspielen in Venedig als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde.

Die beiden Protagonisten in "Love Battles" sind schon ein paar Jahre älter (unser Foto: Sara Forestier und James Thiérrée). So sehe ein von Truffaut und Bergman inspiriertes Kino aus, umschrieb ein Kritiker Doillons jüngsten Film. Der Regisseur stellt im Grunde einfache Fragen: Was macht Liebe aus? Wie gestaltet diese sich in Krisensituationen? Wie fast immer bei Doillon ist auch die Geschichte von "Love Battles" reduziert auf das Wesentliche: wenige Charaktere, deren Gefühlshaushalt, Interaktion. In den großen Filmen dieses jung gebliebenen Regisseurs entsteht magisches Kino. Und "Love Battles" gehört dazu.

Auf DVD: "Love Battles" ist soeben beim Anbieter "Pierrot le Fou" im Vertrieb von "Al!ve" erschienen

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