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Presse

Jürgen Pfister: Keine Erholung der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte

Chefvolkswirt der Commerzbank im Interview mit DW-TV

"Die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte müssen wir zurückschrauben." Das sagte der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Commerzbank, Jürgen Pfister, in einem Interview mit DW-TV. Als "besonders fatal" bezeichnete Pfister die Äußerungen von Bundesfinanzminister Eichel, wonach seine mittelfristigen Bemühungen zur Konsolidierung des Bundeshaushalts gescheitert seien. "Dadurch", so der Finanzexperte im deutschen Auslandsfernsehen, "werden auch schon die Perspektiven für die Jahre 2004 bis 2006 offensichtlich aufgegeben".

Der Stabilisierung kommt nach Ansicht Pfisters besondere Bedeutung zu, auch "wenn es den Maastricht-Vertrag nicht gäbe". In diesem Zusammenhang bezeichnete er "die hohen Staatsausgaben und damit die hohen Steuern und Sozialabgaben als wichtigen Grund für unsere Wachstumsschwäche". Durch das wiederholte Überschreiten der Defizitgrenze sei "auch in Frankreich und Italien die Haushaltsdisziplin gefährdet". Dieses Verhalten werde die übrigen EU-Länder "sicherlich ermutigen, in ihren An-strengungen zur Konsolidierung nachzulassen".

13. Mai 2003
091/03