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Israel

Jüdische Extremisten festgenommen

Israels Polizei ist mit einer großangelegten Razzia gegen die rechte jüdische Organisation Lehava vorgegangen. 15 Anhänger wurden festgenommen - darunter auch der Anführer der Gruppe.

Die israelische Polizei hat 15 Mitglieder einer extrem rechten jüdischen Organisation festgenommen. Laut einem Polizeisprecher sollen die Verdächtigen arabische Israelis belästigt und angegriffen haben, damit diese ihre Beziehungen mit Juden beenden. Als es zu Angriffen gekommen sei, sei die Polizei eingeschritten. Zuvor gab es verdeckte Ermittlungen.

Die Festnahmen erfolgten am Donnerstag in Jerusalem, Zentral- und Südisrael sowie im Westjordanland. Unter den Verdächtigen ist auch Benzi Gopstein (Artikelbild). Er ist Anführer der rechts-extremistischen Organisation Lehava und eine der bekanntesten Stimmen gegen arabisch-jüdische Hochzeiten in Israel.

Gewalt gegen Christen und Araber

In den vergangenen Jahren kam es laut Polizei wiederholt zu Belästigungen und Übergriffen von Lehava-Anhängern auf Palästinenser. Bereits im August hatten katholische Bischöfe wegen antichristlicher Hetze Strafanzeige gegen die Organisation und ihren Anführer eingereicht. Gopstein hatte unter anderem gefordert, Weihnachtsfeiern im Heiligen Land zu unterbinden, Christen der Judenmission beschuldigt sowie zu Brandstiftung an Kirchen aufgerufen. Mitglieder von Lehava sind zudem verantwortlich für die Brandstiftung an einer jüdisch-arabischen Schule in Jerusalem im November 2014.

wo/kle (kna, afpe, dpae)