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Aktuell Wirtschaft

IWF gibt Dollar-Milliarden für Kiew frei

Am Geld soll es nicht scheitern. Die ukrainische Regierung kann sich beim Versuch, das Land zusammenzuhalten, auf finanzielle Hilfe des Westens verlassen. Der IWF gab nun 17 Milliarden Dollar frei.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt der Ukraine über einen Zeitraum von zwei Jahren Kredite im Umfang von 17 Milliarden Dollar bereit. Der Verwaltungsrat des Fonds gab grünes Licht für die Finanzhilfen. Diese sollen dazu dienen, die wirtschaftliche Stabilität in der Ukraine wiederherzustellen und ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen, wie der Währungsfonds mitteilte. Eine erste Tranche von 3,2 Milliarden Dollar soll umgehend ausgezahlt werden.

Zwölf Milliarden Dollar seien als neue Kredithilfen vorgesehen, fünf Milliarden sollten refinanziert werden. Der IWF erwartet nach eigenen Angaben, dass nach der Freigabe weitere Hilfsgelder in Höhe von rund 15 Milliarden Dollar aus anderen internationalen Quellen in das Land fließen.

Vom Bankrott bedroht

Die politisch und wirtschaftlich schwer angeschlagene Ukraine ist nach Angaben der im Februar an die Macht gelangten Übergangsregierung vom Bankrott bedroht. Im Osten des Landes haben Separatisten etwa ein dutzend Städte unter ihre Kontrolle gebracht, nachdem sich schon die Krim von der Ukraine losgesagt und Russland angeschlossen hat.

Der Währungsfonds hatte der Übergangsregierung in Kiew bereits vergangenen Monat Kredite in Milliardenhöhe in Aussicht gestellt. Mit weiteren Zusagen aus den USA und der Europäischen Union könnte sich das Hilfspaket für die Ukraine auf insgesamt 27 Milliarden Dollar belaufen. Der IWF knüpft seine Unterstützung allerdings an strenge Sparauflagen und wirtschaftliche Reformen. Die Übergangsregierung hatte bereits Massenentlassungen und schmerzhafte soziale Einschnitte angekündigt.

Gazprom will Geld

Das Gefühl, finanziell von größeren Mächten abhängig zu sein, ist für Politiker in Kiew nicht neu. Zuletzt hing das Land finanziell am Tropf von Moskau, das seine Hilfen nach der Entmachtung des prorussischen Staatschefs Viktor Janukowitsch aber kappte. Außerdem stellte der russische Energieriese Gazprom für seine Gaslieferungen Nachforderungen in Milliardenhöhe an die Ukraine.

ml/wl (afp,rtr)