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Kultur

Italiens Starregisseur Francesco Rosi ist tot

Der italienische Filmregisseur und Drehbuchautor Francesco Rosi im Alter von 92 Jahren an den Folgen einer Bronchitis gestorben. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit dem Mafiafilm "Wer erschoss Salvatore G.?".

Rosi beschäftigte sich mit aktuellen politischen Affären und den sozialen Problemen Italiens. Zu größerer Bekanntheit gelangte der Regisseur mit dem Mafiafilm "Wer erschoss Salvatore G.?" über einen sizilianischen Banditen. Zu Rosis berühmtesten Werken zählen auch die Filme "Hände über der Stadt", der den wirtschaftlichen Boom im Nachkriegs-Italien kritisch beleuchtet, "Christus kam nur bis Eboli", "Lucky Luciano" und "Drei Brüder", der sich mit dem Terrorismus der 70er Jahre in Italien auseinandersetzt.

Rosi wurde 1922 in Neapel geboren und studierte zunächst Jura, bevor er zum Film und Theater wechselte. Er assistierte berühmten Regisseuren wie Luchino Visconti und Michelangelo Antonioni, bevor er selbst Filme machte.

Preisgekrönt

Rosis Filme wurden auf den Filmfestivals in Venedig und Cannes vielfach ausgezeichnet, 2009 erhielt er auf der Berlinale den Goldenen Bären für sein Lebenswerk. Kritiker nannten ihn in den 1970er Jahren den "intellektuellsten der italienischen Regisseure". Mit seiner Arbeit beeinflusste er Regisseure wie Martin Scorsese, Francis Ford Coppola, Ken Loach oder Oliver Stone. Wie die italienische Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, sei Rosi an den Folgen einer Bronchitis gestorben. Rosi soll am Montag (12.01.2015), begleitet von einer Trauerfeier im Filmzentrum Casa del Cinema in der Villa Borghese, in Rom beigesetzt werden.

ld/cr (dpa, AFP, Munzinger)