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Aktuell Europa

Italienische Küstenwache rettet hunderte Bootsflüchtlinge

Italien verzeichnet wieder mehr Flüchtlinge. Die Küstenwache rettete vor der Küste Siziliens mehr als 800 Menschen. Ein Aufklärungsflugzeug sichtete vor der Südostküste der Insel die Boote, die sich in Seenot befanden.

Dies teilten die Küstenwache und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Von dem ersten Boot wurden demnach 515 Menschen gerettet, von dem zweiten rund 300. Genauere Zahlen sollen vorliegen, wenn die Flüchtlinge im sizilianischen Augusta an Land gegangen sind.

Neue Dimension der Migration für Italien

Ein Großteil der Menschen stammt aus Syrien und dem Irak. Dass wieder eine so große Zahl von Flüchtlingen über das Mittelmeer nach Italien komme, sei eine neue Entwicklung, sagte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo.

Bis vor kurzem war der Großteil der Flüchtlinge mit dem Ziel EU über die Ägäis nach Griechenland und von dort aus über die Balkanroute weiter in Länder wie Deutschland gelangt. Nach der Schließung dieses Fluchtweges Anfang März und der Einigung auf das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei könnte aber wieder verstärkt die Fluchtroute genutzt werden, die von Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien führt.

Ziel bleibt Deutschland

Die Boote sind nach UNHCR-Angaben vermutlich in Ägypten gestartet. Oft ist Libyen aber auch der Ausgangspunkt für die Flucht über das Mittelmeer nach Italien. Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk wurden dort im April mehr als 9000 Ankömmlinge gezählt - gut zweieinhalb mal so viele wie Griechenland. Die meisten Flüchtlinge, die über diesen Weg nach Europa kamen, wollten nach Deutschland.

cgn/gri (afp, rtr)