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Nationalmannschaft

Italien verpasst Revanche gegen DFB-Elf

Im letzten Länderspiel des Jahres warten die Zuschauer vergeblich auf ein Tor. Trotz vieler Wechsel zeigt Deutschland eine gute Leistung gegen starke Italiener, die eine beeindruckende Serie weiter ausbauen können.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist beim Klassiker in Italien zum sechsten Mal in Folge ohne Gegentor geblieben. In Mailand erkämpfte sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw zum Abschluss des Länderspieljahres ein 0:0. "Ein Kompliment an die Jungs! Wir haben gesehen, dass wir sehr viel Talent in Deutschland haben. Ich war sehr stolz, diese junge Mannschaft auf das Feld zu führen", sagte Ersatzkapitän Thomas Müller im ARD-Interview. Auch Benedikt Höwedes bewertete den Test als "sehr ordentlich". 

Ein Sieg der DFB-Elf hätte einen historischen Hattrick bedeutet: Nie hat Deutschland die Squadra Azzurra dreimal in Serie bezwungen. Die Italiener dagegen bauten eine bemerkenswerte Serie weiter aus. Seit 1925 ist die Nationalmannschaft im Giuseppe-Meazza-Stadion ungeschlagen.

Löw nimmt Testspiel wörtlich

Mit seiner Aufstellung ließ Joachim Löw keine Zweifel aufkommen - der Bundestrainer sah den Klassiker im Wortsinne als Testspiel. Seine Startelf las sich ebenso jung wie defensiv - mit dem Debütanten Yannick Gerhardt vom VfL Wolfsburg auf der linken Außenbahn und Thomas Müller als einziger Spitze. Von Löws Aufstellung beim 8:0 in San Marino am Freitag blieben ganze vier Spieler übrig: Müller, Mats Hummels links in einer defensiven Dreierkette, die bei Bedarf zur Fünferreihe wurde, dazu Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan im Mittelfeld. Bernd Leno stand gemäß Absprache für den erkrankten Manuel Neuer im Tor, Leon Goretzka bekam ebenfalls eine Chance.

Gündogan verpasst Führung

Mit leichter Verspätung pfiff Schiedsrichter Artur Soares Dias aus Portugal die Partie an. Die Italiener setzten den Weltmeister von Beginn an unter Druck und erspielten sich erste kleinere Chancen. Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite scheiterte der Gastgeber aber am letzten Pass, der landete nämlich in den Armen von DFB-Torwart Leno. Auf der Gegenseite verpasste Goretzka nach tollem Zuspiel von Gündogan aus kurzer Distanz die Führung für Deutschland - Gianluigi Buffon parierte in letzter Sekunde glänzend.

Fußball Länderspiel Italien vs. Deutschland (Reuters/A. Garofalo)

Immer noch ein starker Rückhalt für seine Mannschaft: Gianluigi Buffon

Die Gäste wurden jetzt stärker und kontrollierten in der Folge das Spiel. Die besseren Chancen hatte aber weiterhin das Team von Trainer Giampiero Ventura. Ciro Immobile gewann das Laufduell mit Benedikt Höwedes, drosch den Ball aber über das Tor. Nur wenige Minuten später rettete erneut Buffon vor dem einschussbereiten Gündogan. Danach nahmen sich Spieler und auch die Zuschauer erst einmal eine Auszeit. Erst kurz vor der Pause schnellte der Blutdruck wieder in die Höhe als Goretzka sehenswert für Thomas Müller ablegte. Der Schuss des Nationalspielers wurde aber abgeblockt.

17-Jähriger ersetzt Buffon

Eine unterhaltsame Partie fand auch im zweiten Durchgang ihre Fortsetzung. Mit einem bemerkenswerten Wechsel ließ der italienische Trainer die Herzen im Giuseppe-Meazza-Stadion höher schlagen. Buffon blieb in der Kabine. Der Fußball-Oldie wurde durch den erst 17-jährigen  Schlussmann vom AC Mailand Gianluigi Donnarumma ersetzt. Und obwohl beide Teams weiter engagiert zur Sache gingen, blieben Torchancen zunächst Mangelware.  Nach gut einer Stunde zappelte der Ball dann endlich im Netz, der eingewechselte Kevin Volland hatte getroffen. Der Treffer zählte aber nicht, weil der Nationalspieler wenige Zentimeter im Abseits stand.

Dann ging es schnell: Immobile flankte von links in den Strafraum und Federico Bernardeschi zog aus 17 Metern ab, doch Leno parierte sicher. Wenig später versuchte es erneut Immobile - sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Italien war nun die dominierende Mannschaft und drängte auf die Führung. Die letzte gefährliche Aktion gehörte folgerichtig wieder den Gastgebern, doch Andrea Benotti scheiterte aus elf Metern am linken Pfosten.

Weiter geht es für die deutsche Mannschaft mit dem nächsten Klassiker: gegen England am 22. März in Dortmund. Vier Tage später steht das WM-Qualifikationsspiel in Aserbaidschan an.

Die Partie in allen Einzelheiten hier noch einmal zum Nachlesen:

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