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Reise

Italien klagt über Rüpeltouristen

Die Kritik am Massentourismus in Europas beliebtesten Urlaubsorten geht weiter. Jetzt sorgt ein Foto von einem Pärchen, das in Badekleidung eine süditalienische Kirche besucht, für Aufregung in Italien.

Italien Venedig Protest gegen Tourismus (Reuters/M. Silvestri)

Proteste gegen Massentourismus in Venedig Anfang Juli

Das Foto aus einer Kirche im süditalienischen Villammare lässt die Diskussion über Touristen in Italien aufwallen. Im Eingangsbereich der Kirche Madonna di Portosalvo stehen eine Frau und ein Mann: sie im Bikini und Flipflops, er in Badehose. Der Schnappschuss verbreitete sich in den vergangenen Tagen rasant. 

Es ist nicht das einzige touristische Fehlverhalten: Die Empörung richtet sich gegen italienische wie ausländische Touristen, die in Venedig von Brücken in die Lagune springen, in öffentlichen Brunnen duschen, sich am Strand allzu erotischen Unternehmungen hingeben oder halbnackt durch Kirchen spazieren. Normalerweise sollen Besucher in Italiens Kirchen Schultern und Knie bedeckt halten.

Angesichts der Hitze habe man für gewisse Ausnahmen von der Regel ja Verständnis, schreibt ein Kommentator auf Facebook. Aber Bikini und Badehose in der Kirche zeugten entweder von völliger Unkenntnis oder bewusster Übertretung religiöser Normen wie des guten Geschmacks. Andere sehen es gelassener: "Regt euch ab, es ist warm, der Strand in der Nähe. Kommt schon, wichtiger als die Kleider ist das Verhalten."

Durch den Tourismus verursachte, teils heftige Preissteigerungen stoßen zudem in italienischen Städten wie Venedig auf heftige Kritik. Dort hatten Anfang Juli Hunderte Venezianer gegen die - wie sie es empfinden - "Überflutung" ihrer Stadt durch rund 20 Millionen Touristen pro Jahr demonstriert.

fm/ks (KNA)