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Reise

Italien: Barrierefrei durch Pompeji

Das antike Pompeji kann jetzt auch von Rollstuhlfahrern besichtigt werden: Ab Freitag führt ein drei Kilometer langer barrierefreier Weg durch die weltbekannte Ausgrabungsstätte am Golf von Neapel.

Laut Italiens Kulturministerium handelt es sich um die landesweit "größte barrierefreie Strecke zum Besuch archäologischer Stätten". Für das Projekt "Pompei per tutti" (Pompeji für alle) wurden Höhenunterschiede ausgeglichen, mobile Rampen angebracht und Wege ohne Stolperfallen geschaffen. Ein kleiner Teil der Ausgrabungen war bereits vorher barrierefrei erreichbar.

Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch Blinde, Alte und Besucher mit Kinderwagen profitieren von dem neuen Parcours. Er beginnt am Eingang bei der Porta Marina und bietet Zugang zu 20 der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der antiken Stadt. Dazu gehören etwa das freskengeschmückte Haus der "Venus in der Muschel" oder der "Garten der Fliehenden". Hier werden die Abgüsse einiger Opfer des Vulkanausbruchs aufbewahrt.

Pompeji wurde durch einen Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 unter Schlamm und Asche begraben und erst im 16. Jahrhundert wiederentdeckt. Die Stadt ist eine der besterhaltenen der Antike. Das archäologisch relevante Gebiet von Pompeji umfasst etwa 66 Hektar. 1997 wurde es zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

ks/ch (kna)