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Champions League

Ist der BVB auch für Real stark genug?

In der Bundesliga spielt Borussia Dortmund alles in Grund und Boden. Nun wartet in der Champions League mit Real Madrid ein echter Prüfstein. Doch der Titelverteidiger kriselt. Schwerer als der BVB hat es Leipzig.

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Hält Dortmunds Serie gegen Real?

Das mühelose 6:1 gegen Mönchengladbach mit Hochgeschwindigkeitsfußball und Spielzügen vom Feinsten war eine deutliche Ansage. "Wir sind bereit für Real!" stellte Angreifer Christian Pulisic anschließend klar. "Wir gehen da mit breiter Brust rein und wollen ein Zeichen setzen", sagte Julian Weigl vor dem Duell gegen das Star-Ensemble um Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Und Sportdirektor Michael Zorc ergänzte: "Du brauchst gegen Real Madrid Selbstbewusstsein. Das können wir haben nach den letzten Wochen."

Dortmund, das in der Bundesliga seit 41 Heimspielen ungeschlagen ist, geht gegen die schwach in die Saison gestarteten Madrilenen also als leichter Favorit ins Rennen. Allerdings hat der BVB einigermaßen schwer an der Bürde der Auftaktniederlage bei Tottenham Hotspur zu tragen. Eine weitere Niederlage können sich die Dortmunder in der stark besetzten Gruppe H kaum leisten. Der Druck gegen Titelverteidiger Real (Dienstag, 20:45 Uhr, ab 20.30 Uhr im DW-Liveticker) zu punkten, ist daher groß. Die Zuversicht, dies zu schaffen, aber auch.

Noch nicht alles perfekt!

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Mario Götze: "Wir freuen uns auf Real"

"Wir sind nicht gut gestartet, aber wir lassen uns nicht unter Druck setzen", versicherte Weigl. Und Zorc betonte: "Du kannst auch weiterkommen, wenn du nicht gewinnen solltest." Dass die bislang hervorragende Bundesliga-Bilanz mit nur einem Gegentor und fünf Siegen aus sechs Spielen trügerisch ist, wissen sie alle. "Es gab Spiele, in denen wir es noch nicht gut gemacht haben und trotzdem kein Tor kassiert haben", erklärt Trainer Peter Bosz. Und Zorc mahnte bereits nach dem 6:1 gegen Gladbach: "Wir müssen bei eigenem Ballbesitz sehr, sehr sorgfältig sein. Die Fehler, die wir gemacht haben, hätte Real anders bestraft."

Bei den Madrilenen kriselt es: Am vergangenen Mittwoch setze es in letzter Sekunde eine unnötige Heimniederlage gegen Betis Sevilla. Am Wochenende rehabilitierte sich Real zwar mit einem Auswärtssieg in Alaves, aber überzeugend war auch diese Leistung nicht. Hoffnung macht, dass Toni Kroos wieder zur Verfügung steht. Der Weltmeister pausierte am Samstag in der Primera Division wegen einer Rippenprellung. Neben ihm werden auch Luka Modric und Gareth Bale, die ebenfalls eine Pause erhielten, in Dortmund wieder auf dem Platz stehen. Dort haben die "Königlichen" etwas gutzumachen, denn die Bilanz aus bislang drei Gastauftritten in den vergangenen vier Jahren beim BVB in der Champions League ist mager: 1:4, 0:2, zuletzt gab es in der vergangenen Saison ein 2:2.

Brennende Luft in Istanbul

Auf den zweiten deutschen Klub, der am Dienstagabend im Einsatz ist, wartet in Istanbul ein heißer Tanz: Die Fans von Gegner Besiktas sind für ihre feurige Stimmung bekannt, das Stadion ist ein Hexenkessel, die Mannschaft sportlich gut besetzt. "Die Atmosphäre wird Wahnsinn werden", prophezeite RB-Kapitän Willi Orban. "Wir fahren da aber nicht hin, um nur das Stadion zu sehen", betonte Teamkollege Diego Demme.

Fußball UEFA Europa League Fans von Besiktas Istanbul (picture-alliance/AA/O. Cilesiz )

Die Fans von Besiktas machen aus der 41.000 Zuschauer fassenden Arena in Istanbul einen Hexenkessel

Mit an Bord ist auch der in der Bundesliga gesperrte Naby Keita, der es im Mittelfeld - sollte Ralph Hasenhüttl ihn aufstellen - mit dem bulligen, zweimaligen Copa-America-Sieger Gary Medel aus Chile zu tun bekommt. Auf knüppelharte Duelle muss sich auch Leipzigs Torjäger Timo Werner gefasst machen: Mit Europameister Pepe spielt ein Routinier in der Besiktas-Abwehr, der vor allem für seine Kompromisslosigkeit im Zweikampf bekannt ist. Werners Vorteil: Der RB-Stürmer ist mit 21 Jahren 13 jünger als der Portugiese und sollte mit seinem Blitzantritt dem 1,88-Meter-Manndecker schnell einen Schritt voraus sein.

Allerdings geht Besiktas mit gehörigem Frust und Schaum vor dem Mund in das Duell gegen Leipzig. In der türkischen Meisterschaft kassierten die Schwarz-Weißen am vergangenen Wochenende ihre erste Niederlage - allerdings ausgerechnet beim Erzrivalen Fenerbahce. Zwei Besiktas-Profis flogen in dem brisanten Derby vom Platz, dazu zwei Spieler des Gastgebers. RB-Kapitän Orban lässt sich davon aber nicht schocken. Als die Leipziger Mannschaft, geschlossen im Ausgehanzug am Flughafen an den wartenden Journalisten vorbeiging, sagte der 24-Jährige: "Wenn wir so spielen, wie wir aussehen, kann nichts schiefgehen."

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