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Wissen & Umwelt

ISS-Astronauten nach Evakuierung zurückgekehrt

Der amerikanische Teil der ISS musste am Mittwoch kurzfristig schnell evaktuiert werden. Ein Fehlalarm hatte für die Aufregung im All gesorgt. Mittlerweile sind die Astronauten wieder zurückgekehrt.

An Bord der Internationalen Raumstation ISS hat es Mittwoch (14.1.2014) einen Zwischenfall gegeben: Der Druck im Kühlsystem des amerikanischen Segments der Raumsation sei plötzlich sehr stark gefallen, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau nach Angaben von russischen Agenturen mit.

Als möglicher Grund wurde zuerst der Austritt von hochgiftigem Ammoniak vermutet. Und der gilt - neben einem Brand und einem Druckabfall - als größte Gefahr für den Außenposten der Menschheit. Der Stoff dient unter anderem zur Kühlung des Stromkreislaufs auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde. Derzeit arbeiten auch noch drei Russen und eine Italienerin auf der ISS.

Nach neuesten Informationen der US-Raumfahrtagentur NASA lag es aber vermutlich an einem Fehlalarm. Dieser sei wohl von einer Computerpanne ausgelöst worden. Die US-Astronauten sind inzwischen wieder in das vorübergehend evakuierte US-Segment der ISS zurückgekehrt. Sie seien in
guter Verfassung und nie in Gefahr gewesen, erklärte die NASA. Der Vorfall werde aber weiter untersucht.

Die Lage sei mittlerweile wieder unter Kontrolle. Alle sechs Crew-Mitglieder - drei Russen, zwei Amerikaner und eine Italienerin - befänden sich nun im russischen Teil der Station in Sicherheit. Dort könnten sie laut NASA über eine Woche zusammen leben.

Der Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau zufolge werden die beiden
US-Astronauten vermutlich bis zu diesem Donnerstag im russischen Segment bleiben. "Es gibt dort genug Sauerstoff und Lebensmittel", so Roskosmos-Chef Oleg Ostapenko.

Der deutsche Raumfahrer Alexander Gerst sagte, die Situation auf der Raumstation führe hoffentlich nicht zu größeren Schwierigkeiten. Die Mannschaft sei auf solche Fälle auch vorbereitet. "Das wird im Training geübt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Darmstadt. Die Hälfte der Übung sei Notfalltraining, berichtete der Geophysiker.

Wir bleiben weiter an der Sache dran und halten euch hier auf dem Laufenden.

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