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Aktuell Nahost

Israels Armee erklärt Waffenruhe nach Raketenangriffen für beendet

Israel hat wegen des anhaltenden Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen die einseitige Feuerpause aufgekündigt. Die Armee werde ihre Angriffe aus der Luft, vom Meer und vom Boden aus fortsetzen, erklärte das Militär.

Bis zum Sonntagmorgen feuerten militante Palästinenser rund 20 Raketen ab. Ein Hamas-Sprecher erklärte, es könne keine Waffenruhe geben, solange israelische Panzer im Gazastreifen stünden und ohne dass die Menschen in ihre Häuser zurückkehren könnten. Auch müssten Rettungswagen ungehindert durch die zerstörten Straßenzüge des dicht besiedelten Landstrichs am Mittelmeer fahren können, um Leichen abzutransportieren.

Das israelische Sicherheitskabinett hatte auf eine Bitte der Vereinten Nationen hin beschlossen, die Waffen bis zu diesem Sonntag um Mitternacht weiterhin ruhen zu lassen. Ein israelischer Regierungsvertreter hatte allerdings gewarnt, dass die Armee auf eine Verletzung der Feuerpause durch die im Gazastreifen herrschende Hamas reagieren werde. Zudem würden die israelischen Streitkräfte mit der Zerstörung des Tunnelsystems in dem Palästinensergebiet fortfahren. Kurz nach der Aufkündigung des Waffenstillstands durch die Armee waren in Gaza und im Osten des Küstenstreifens erneut Explosionen zu hören.

Hamas stellt Bedingungen

Die radikal-islamische Hamas hatte eine Verlängerung der Feuerpause abgelehnt und Israel wieder mit Raketen und Granaten beschossen. In mehreren Regionen im Süden Israels heulten die Sirenen. Über der Stadt Aschkelon fing die Raketenabwehr nach Armeeangaben zwei Geschosse ab.

Am Samstag hatten Israel und die militanten Palästinenser eine zwölfstündige Feuerpause eingehalten, die am Abend zu Ende ging. Einer dann von Israel auf zunächst vier Stunden begrenzten Verlängerung hatten sich die Hamas und andere bewaffnete Gruppen nicht mehr angeschlossen. Dennoch verkündete Israel in der Nacht zum Sonntag die einseitige Verlängerung der Waffenruhe.

pg/wl (dpa, rtr, afp)