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Politik

Israelischer Truppenrückzug in Phasen

Israel hat unter starkem internationalen Druck einen stufenweisen Rückzug seiner Armee aus den besetzten Palästinenserstädten im Westjordanland angekündigt.

Außenminister Schimon Peres schränkte allerdings am Freitag ein, die Soldaten würden nur dann abziehen, wenn die Palästinenser ein Ende der Gewalt in den betroffenen Orten garantieren und Palästinenserpräsident Jassir Arafat gegen die extremen und gewaltbereiten Gruppen vorgeht. Arafat wies jedoch bereits Stunden später eine der Hauptforderungen der Israelis, die Auslieferung der Attentäter von Tourismusminister Rechawam Seewi, zurück.

Weitere bewaffnete Zwischenfälle

Am Morgen hatte Peres nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Joschka Fischer angedeutet, dass Israel die christlich-arabischen Städte Beit Dschalla und Bethlehem als erste möglicherweise schon am Wochenende räumen werden. Israel berief aus diesem Grund bereits am Freitag ein Treffen der Sicherheitsoffiziere beider Seiten ein, um unter US-Vermittlung die Bedingungen für den Rückzug zu klären.

Ungeachtet der Bemühungen um ein Ende der Gewalt wurden bei bewaffneten Zwischenfällen auch am Freitag wieder fünf Menschen in den Palästinensergebieten getötet.

Außenminister Fischer beendete am Freitag seine Nahostreise mit Gesprächen bei Peres und Arafat. Dieser hatte am Vorabend in einer Erklärung versichert, er werde alles tun, um die Einhaltung der zwischen ihm und Peres vor Wochen vereinbarten Waffenruhe zu sichern. Demgegenüber zeigte sich Außenminister Peres skeptisch, ob Arafat wirklich die Ruhe in den Palästinensergebieten wiederherstellen wolle. "Es gab so viele Versprechen," sagte Peres in Tel Aviv nach dem Treffen mit Fischer. Diese Versprechen müssten auch eingelöst werden.

Fischer fordert israelischen Truppenabzug

Fischer forderte bei seinen Gesprächen Israel erneut zum Truppenabzug aus den autonomen Palästinensergebieten auf. Es müsse einen Waffenruhe geben. "Wir wollen ein Ende von Terror und Gewalt," meinte er. Die Tür für Verhandlungen müsse wieder geöffnet werden.

Arafat wies jedoch die Forderung der Israelis nach einer Auslieferung der Attentäter von Tourismusministers Seewi zurück. Nach einem Treffen mit Fischer sagte er, für eine Auslieferung gebe es keine Grundlage. Deshalb würden die Täter in den palästinensischen Gebieten verurteilt. Allerdings betonte der Arafat: "Wir haben großes Interesse an einer Waffenruhe und der Aufnahme politischer Gespräche."

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