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Aktuell Nahost

Israelischer Angriff nach Beschuss aus Libanon

Neue Zuspitzung in Nahost: Nach Raketenbeschuss aus dem Libanon schlägt die israelische Luftwaffe zurück.

Als Vergeltung für Raketenangriffe mutmaßlicher militanter Islamisten aus dem Libanon bombardierten israelische Kampfflugzeuge ein Ziel im Nachbarland, wie ein Armeesprecher mitteilte. Der Angriff habe einem "Terroristenlager" zwischen Beirut und Sidon gegolten. Laut der nationalen libanesischen Nachrichtenagentur sollte eine Stellung der Volksfront zur Befreiung Palästinas - Generalkommando - getroffen werden, die Verbindungen zum Iran und zur Hisbollah unterhält. Ein Sprecher der Gruppe teilte mit, der Angriff habe keine Schäden verursacht und es sei niemand verletzt worden. Seine Gruppe habe auch keinerlei Verbindung zu dem Raketenangriff auf Israel.

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Raketen auf Israel, Bomben im Libanon

Kampfansage an Israel

Militante Kämpfer im Libanon hatten am Donnerstag bis zu vier Raketen in Richtung Norden Israels abgefeuert. Armeesprecher Peter Lerner teilte mit, das Raketenabwehrsystem "Iron Dome" habe zwischen den Küstenstädten Akko und Naharia eine Rakete in der Luft abgefangen. Zwei Geschosse hätten Sachschäden in bewohntem Gebiet angerichtet. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Eine vierte Rakete landete im Meer oder in unbewohntem Gebiet. Eine Extremisten-Gruppe mit Verbindungen zu Al-Kaida, die Abdullah-Assam-Brigaden, bekannte sich zu dem Angriff.

Scjhäden durch Rakete aus dem Libanon im Norden Israels (Foto: Reuters)

Raketen von Libanon auf Israel abgefeuert

Im Norden Israels und in der Stadt Naharia wurde Luftalarm ausgelöst. Einwohner wurden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Das israelische Fernsehen zeigte ein von Teilen einer abgeschossenen Rakete beschädigtes Auto. Die Rettungskräfte im Norden des Landes wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Vor einer Woche waren bei einem Bombenanschlag in einem Vorort von Beirut, die als Hochburg der libanesischen Hisbollah-Miliz gilt, 22 Menschen getötet worden. Libanons Präsident Michel Suleiman sagte, der Anschlag trage "die Handschrift von Terrorismus und Israel". Der israelische Staatspräsident Schimon Peres wies diese Anschuldigung zurück. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah vermutete sunnitische Gruppen mit Al-Kaida-Kontakten als Drahtzieher.

Während des Libanonkriegs 2006 hatte die Hisbollah Israel mit Tausenden Raketen beschossen. Seit dem Ende der Kämpfe blieb es an der Grenze jedoch überwiegend ruhig.

wl/nis (rtr, afp, dpa)

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