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Aktuell Nahost

Israelische Armee greift Ziele in Syrien an

Als Vergeltung für den Tod eines israelischen Jungen hat die Luftwaffe Stellungen der syrischen Armee angegriffen. Auch die Suche nach den drei vermissten Jugendlichen im Westjordanland ging weiter.

Neun Ziele der syrischen Armee seien aus der Luft und vom Boden unter Beschuss genommen worden, sagte ein israelischer Militärsprecher. Darunter waren Kommandoposten und Abschussrampen. Das Militär hatte auf eine Attacke aus Syrien reagiert, bei der am Sonntag ein 13-jähriger israelischer Junge getötet und zwei Erwachsene verletzt worden waren.

Laut Aktivisten wurden bei den nächtlichen Angriffen in Syrien mindestens zehn Soldaten getötet. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden zudem mehrere Panzer und Artillerie-Geschütze zerstört. Die oppositionsnahe Organisation bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Mitarbeitern vor Ort. Ihre Angaben sind schwer überprüfbar.
Arbeiten an der Sperranlage

Der 13-jährige Junge war im von Israel besetzten Teil der Golanhöhen durch einen Angriff aus Syrien getötet worden. Sein Vater und ein weiterer Mann, beide Angestellte des Verteidigungsministeriums, wurden bei dem Beschuss ihres Fahrzeugs verletzt. Die Männer hatten im Auftrag des Ministeriums am Bau einer Sperranlage auf den Golanhöhen gearbeitet. Unklar ist, warum der Junge in dem gefährlichen Grenzgebiet mit dabei war.

Es war das erte Mal seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor drei Jahren, dass auf der israelischen Seite der Grenze jemand durch syrischen Beschuss getötet wurde. Durch den Krieg in Syrien ist die Lage auf den Golanhöhen, die Israel seit dem Sechstagekrieg 1967 teilweise besetzt hält, angespannt. Die israelische Luftwaffe hatte zuletzt im März Armeestellungen der Syrer beschossen, nachdem bei einer Bombenexplosion vier israelische Soldaten verletzt worden waren.

Suche nach drei Talmudschülern

Wie das Militär weiter mitteilte, setzten Soldaten in der Nacht auf Montag die Suche nach drei jüdischen Jugendlichen fort, die am 13. Juni in der Nähe von Bethlehem im südlichen Westjordanland spurlos verschwunden waren.

In der Nacht zum Sonntag war es dabei zu Schießereien gekommen, bei denen zwei Palästinenser getötet wurden. Seit dem Verschwinden der drei Religionsschüler wurden mehr als 340 Palästinenser festgenommen, die meisten davon Mitglieder der radikalislamischen Hamas.

Israel wirft der Terrororganisation, die die Vernichtung Israels zum Ziel hat, vor, hinter den Entführungen zu stehen. Bislang haben die Islamsiten weder den Vorwurf dementiert noch sich zu einer Entführung bekannt.

uh/wl (afp,dpa,rtr)