1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Welt

Israelis und Palästinenser reden wieder miteinander

In Jordaniens Hauptstadt Amman gibt es neue Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern. Es sind die ersten seit mehr als einem Jahr.

Luftaufnahme von Amman (Foto: dpa)

In Jordaniens Hauptstadt Amman soll abgeklärt werden, ob es neue Nahost-Verhandlungen gibt

Nach mehr als einem Jahr des Stillstands im Nahost-Friedensprozess sitzen Israelis und Palästinenser an diesem Dienstag (03.03.2012) erstmals wieder an einem Tisch. Die Gespräche finden in der jordanischen Hauptstadt Amman statt.

Bei dem Treffen soll abgeklärt werden, unter welchen Voraussetzungen neue Nahost-Friedensverhandlungen aufgenommen werden könnten. Geleitet werden die Vorgespräche von Vertretern des internationalen Nahost-Quartetts.

Abbas hält Antrag auf Vollmitgliedschaft seines Landes bei der UN in der Hand (Foto: ap)

Palästinenserpräsident Abbas will, dass keine neue Siedlungen mehr gebaut werden

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sagte, er hoffe auf einen Erfolg der Vermittlungsbemühungen. Das setze aber ein Entgegenkommen Israels voraus. Abbas stellte klar, dass die israelische Regierung den Bau neuer Siedlungen im Westjordanland stoppen müsse, erst dann könne es neue Friedensgespräche geben. Außerdem müsse der jüdische Staat die Ländergrenzen anerkennen die 1967 Bestand hatten.

Ob es vor dem Hintergrund dieser Forderungen eine Annäherung gibt, erscheint zweifelhaft, denn Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will nur ohne Vorbedingungen verhandeln.

Hinzu kommt: Isreal will letzlich nur direkte Verhandungen mit den Palästinensern führen ohne einen Vermittler. Das war jedenfalls bislang die offiziell in Tel Aviv und Jerusalem vertretene Position.

Die Palästinenser hatten im September 2010 die direkten Gespräche mit Israel kurz nach deren Wiederaufnahme unterbrochen. Auslöser war die Weigerung der israelischen Regierung, den Bau von Häusern für jüdische Siedler in den Palästinensergebieten zu stoppen.

Das jetzige Treffen in Amman gilt als Versuch, vor dem 26. Januar eine Wiederbelebung des stockenden Friedensprozesses zu erreichen. Zu diesem Termin läuft die Frist aus, die das Nahost-Quartett aus Vereinten Nationen, Europäischer Union, USA und Russland beiden Seiten gesetzt hatte, um neue Vorschläge vor allem im Siedlungsstreit zu unterbreiten.

haz/uh (rtr, dpa)

Die Redaktion empfiehlt