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Welt

Israel und Hamas beenden Häftlingsaustausch

Israel lässt weitere palästinensische Gefange frei. Es ist die zweite und letzte Gruppe, die nach einer Vereinbarung mit der Hamas auf freien Fuß kommt im Austausch für den Soldaten Gilad Schalit.

Palästinenserinnen mit Fahne am Grenzübergang Beitunia (Foto: dapd)

Freudige Erwartung am Grenzübergang Beitunia

Es handelt sich um die letzten 550 palästinensischen Gefangenen, die im Zuge einer Vereinbarung mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas am Sonntag (18.12.2011) freikamen.

Damit hat Israel insgesamt 1027 inhaftierte Palästinenser im Austausch für den Soldaten Gilad Schalit freigelassen. Der 25-Jährige konnte vor zwei Monaten nach mehr als fünf Jahren Geiselhaft im Gazastreifen zurück in seine Heimat kehren.

Schalit in Uniform zwischen Regierungschef Netanjahu (2.v.l.) und seinem Vater (Foto: AP)

Der Soldat Schalit (2.v.r)wurde bei seiner Freilassung von Regierungschef Netanjahu in Empfang genommen

Die meisten wollen ins Westjordanland

Die israelische Sprecherin Sivan Weizman teilte mit, 505 Häftlinge sollten über den Beitunia-Übergang in das Westjordanland gebracht werden. Darunter seien auch Frauen. Die anderen kehren in den Gazastreifen zurück und nach Jordanien sowie nach Ost-Jerusalem.

In einem ersten Schritt hatte Israel am 18. Oktober 477 palästinensische Häftlinge gegen den Soldaten Schalit ausgetauscht. Unter ihnen waren viele militante Aktivisten, die zum Teil an blutigen Selbstmordanschlägen beteiligt waren.

Bei den vorausgegangenen Verhandlungen zwischen den Todfeinden Israel und der radikal-islamischen Hamas hatte zunächst Deutschland und dann vor allem Ägypten vermittelt.

Überwiegend Mitglieder der gemäßigten Fatah

Die Gefangenen, die jetzt freikommen, haben weniger schwere Straftaten begangen. Es handele sich vor allem um Mitglieder der gemäßigteren Fatah-Organisation, berichtet der israelische Rundfunk.

Keiner von ihnen sei zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden. Klagen gegen die Freilassung waren vom höchsten Gericht Israels am Freitag abgewiesen worden.

Autorin: Eleonore Uhlich (dpa,afp)
Redaktion: Rainer Esser

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