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Aktuell Welt

Israel sprengt Zelle der IS-Terrormiliz

In Israel haben die Sicherheitsdienste erstmals eine Zelle des IS ausgehoben. Bei einem Luftangriff der israelischen Armee in Syrien sind mindestens sechs Kämpfer der Hisbollah-Miliz getötet worden.

Flagge der Terrormiliz Islamische Staat (Quelle: public domain (Haha))

Flagge der Terrormiliz "Islamische Staat"

Wie der israelische Geheimdienst Shin Bet jetzt mitteilte, wurden die sieben mutmaßlichen Mitglieder der Zelle der Terrormiliz "Islamischer Staat" bereits im November und Dezember festgesetzt. Sie seien nun vor einem Gericht in Haifa wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Bei den Verdächtigen handele es sich um Araber mit israelischer Staatsbürgerschaft, unter ihnen ein Rechtsanwalt aus Nazareth.

"Enthaupten geübt"

Bei mehreren Treffen hätten die Beschuldigten laut Geheimdienst über die IS-Ideologie debattiert sowie Reisepläne in das syrische Kampfgebiet geschmiedet. Teil ihrer Vorbereitung sei es gewesen, Tiere zu schlachten, um das Enthaupten "Ungläubiger" zu trainieren, so Shin Bet.

Der "Islamische Staat" hat in Teilen des Bürgerkriegslandes Syrien und im Irak ein Kalifat errichtet. Die sunnitischen Extremisten gehen mit äußerster Brutalität gegen Andersgläubige und Gegner vor. In Syrien kämpft die Terrormiliz gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad, aber auch gegen andere Rebellengruppen.

Schlag gegen Hisbollah

Bei einem israelischen Luftangriff in Syrien auf einen Konvoi der libanesischen Hisbollah wurden mindestens sechs Männer getötet. Die schiitische Miliz kämpft in Syrien an der Seite der Assad-Truppen. Israelische Sicherheitskreise bestätigten, dass das Militär einen Angriff unternommen habe.

Hisbollah-Mitglied Dschihad Mughnijeh (Foto: Mehr)

Hisbollah-Mitglied Dschihad Mughnijeh

Ein Hubschrauber beschoss demnach unweit der von Israel besetzten Golanhöhen die Hisbollah-Fahrzeuge. Nach Angaben aus dem Libanon wurden auch Dschihad Mughnijehi, der Sohn des früheren Militärchefs der Hisbollah, Imad Mughnijeh, und ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet. Imad Mughnijeh war 2008 bei einem Autobombenanschlag in Damaskus getötet worden. Die Hisbollah machte Israel für das Attentat verantwortlich. Israel wies dies zurück. 2006 hatten Israel und die Hisbollah-Miliz einen 34-tägigen Krieg gegeneinander geführt.

wl/sti (dpa, afp, rtr)