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Politik

Israel setzt Angriffe auf Gazastreifen fort

Israel hat seine Offensive im Gazastreifen weiter verschärft. Bei mehreren Angriffen wurden zehn Menschen getötet. Israels Militär kämpft auf diese Weise gegen Raketen-Angriffe auf sein Territorium.

Autowrack

In diesem Auto starben durch einen Raketenbeschuss vier Männer

In der Stadt Gaza griff die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Freitag (3.11.) ein Auto an. Wie Augenzeugen berichteten, wurde der Pkw mit vier Insassen von einer Rakete getroffen, als sie vor einer Moschee anhielten, um zum Beten zu gehen. Die Männer seien sofort tot gewesen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden. In israelischen Militärkreisen wurde bestätigt, dass es "einen Luftangriff auf ein Terroristenfahrzeug" gegeben habe.

Unter den Getöteten sei auch Omar Muschtaha, ein örtlicher Anführer der Essedin-el-Kassam-Brigaden sowie ein Leibwächter eines Ministers der Palästinenser-Regierung. Ein Sprecher der radikalislamischen Gruppierung kündigte Vergeltung für den Angriff an.

Moschee umstellt

In Beit Hanun umstellten israelische Soldaten am Donnerstagabend eine Moschee, in der sich zahlreiche militante Palästinenser verschanzt hatten. Die Truppen rissen mit einer Planierraupe eine Mauer ein. Bei Schießereien wurden fünf Palästinenser getötet. Am Morgen wurde außerdem eine Frau auf dem Weg zur Moschee erschossen.

In der Innenstadt von Beit Hanun setzten israelische Soldaten Augenzeugen zufolge auch Blendgranaten und Tränengas gegen die in der Moschee verschanzten Kämpfer ein. Einige der Palästinenser hätten aufgegeben, hieß es in Militärkreisen.

Serie von Angriffen

Israelische Truppen hatten ihren jüngsten Vorstoß in die 40.000 Einwohner zählende Stadt Beit Hanun am Mittwoch gestartet. Seitdem kamen dort mindestens 20 Menschen ums Leben. Am Freitagmorgen zog sich die israelische Armee nach zwei Stunden von der Moschee zurück.

Der Einsatz richte sich gegen Extremisten, die Raketen auf Israel abfeuerten, sagte ein israelischer Militärsprecher. Bewohner von Beit Hanun berichteten, die Stadt stehe faktisch unter israelischer Kontrolle.

Israel war im vergangenen Jahr aus dem Gazastreifen abgezogen und hatte seine Siedlungen dort aufgegeben. Die jüngste Serie von Vorstößen begann nach der Entführung eines israelischen Soldaten durch Palästinenser am 25. Juni. Dabei sind mehr als 280 Palästinenser und drei israelische Soldaten ums Leben gekommen. Am Donnerstag wurden sechs Raketen auf die israelische Grenzstadt Sderot abgefeuert. Ärzten zufolge wurden mindestens zwei Menschen verletzt. (mas)

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