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Nahost-Konflikt

Israel schießt Hisbollah-Drohne ab

Die Drohne war nach Angaben der israelischen Armee iranischer Bauart und wurde über den Golanhöhen abgeschossen. Sie war für einen Aufklärungsflug für die Hisbollah eingesetzt worden.

Israel Patriot Flugabwehrraketen-System (Foto: picture alliance/AP Photo/T. Abayov)

In der israelischen Stadt Haifa ist ein Patriot-Raketensystem stationiert

Israels Armee geht nach eigenen Angaben davon aus, dass das unbemannte Flugobjekt von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gesteuert wurde. Entsprechend äußerte sich der israelische Militärsprecher Jonathan Conricus. Eine Rakete des Abwehrsystems Patriot habe die aus Syrien eingedrungene Drohne über den Golanhöhen abgeschossen. "Wir haben gesehen, dass sie die Grenze überquerte und in die entmilitarisierte Zone zwischen Israel und Syrien eindrang. Dann beschlossen wir, sie abzufangen." sagte Conricus.

Nach israelischen Informationen handele es sich um eine im Iran hergestellte Drohne, die vom Militärflughafen in der Region von Damaskus abgeflogen und auf einem Aufklärungsflug unterwegs gewesen sei, so der Militärsprecher. Derzeit werde untersucht, ob sie bewaffnet war. Nach seinen Angaben stürzte die Drohne in die Pufferzone zwischen dem israelisch besetzten und dem syrischen Teil der Golanhöhen. 

Golanhöhe häufig von Raketen getroffen

Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 hält Israel ein 1200 Quadratkilometer großes Gebiet auf den Golanhöhen besetzt. Es wird immer wieder von fehlgeleiteten Raketen oder Granaten getroffen, die von den Konfliktparteien im benachbarten Syrien abgefeuert werden. 1981 annektierte Israel das Gebiet, doch wurde diese Annexion international nie anerkannt. Etwa 510 Quadratkilometer der Golanhöhen sind unter syrischer Kontrolle. Die beiden Nachbarländer befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand.

sam/sti (afp, dpa)