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Aktuell Nahost

Israel lässt hungerstreikende Palästinenserin frei

Nach mehr als sechswöchigem Hungerstreik hat Israel eine palästinensische Gefangene in den Gazastreifen abgeschoben. In ihren Heimatort im Westjordanland darf sie allerdings vorerst nicht zurück.

Nach 44 Tagen Hungerstreik war der Gesundheitszustand der militanten Palästinenserin Hana Schalabi lebensbedrohlich, woraufhin ihr Israel die Ausreise in den Gazastreifen anbot. Am Sonntag schließlich wurde die Unterstützerin des "Islamischen Dschihad" von Tel Aviv zum Grenzübergang Eres gebracht, wo sie von Vertretern der radikalen Gruppierung in Empfang genommen wurde. Anschließend wurde die 30-Jährige wieder in ein Krankenhaus gebracht.

Terroristische Aktivitäten

Hana Schalabi nach ihrer Freilassung (Foto: Reuters)

Hana Schalabi nach ihrer Freilassung

Zur Bedingung für ihre Freilassung hatten die israelischen Behörden gemacht, dass die junge Frau den Gazastreifen in den nächsten drei Jahren nicht verlassen darf. Schalabi kommt aus einem Dorf bei Dschenin im Westjordanland. Sie war erst im Oktober vergangenen Jahres im Rahmen des großen Gefangenenaustauschs zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas freigekommen. Wegen nicht näher bestimmter terroristischer Aktivitäten wurde sie Mitte Februar jedoch erneut in so genannte Verwaltungshaft genommen. Dabei können die Betroffenen monatelang ohne Anklageerhebung "aus Sicherheitsgründen" festgehalten werden.

Derzeit befinden sich etwa 300 Palästinenser in israelischer Verwaltungshaft. Rund 20 palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen nehmen an einem Hungerstreik teil.

wa/gmf (dpa/dapd)