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Aktuell Nahost

Israel greift wiederholt syrische Stellungen an

Als Antwort auf einen Raketenangriff aus dem syrischen Bürgerkriegsgebiet hat Israel in der Nacht erneut Stellungen in Syrien beschossen. Es ist nicht der erste Schusswechsel zwischen den beiden Streitkräften.

Israelische Soldaten mit Panzern (Foto: Reuters/B. Ratner)

Erhöhte Alarmbereitschaft der israelischen Truppen an der syrischen Grenze

Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon nannte den Luftangriff auf die syrischen Armeestellungen "eine klare Botschaft". Eine Verletzung der israelischen Souveränität werde man nicht akzeptieren. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Angreifern des Staates Israel bereits am Dienstagabend mit Vergeltung gedroht.

Kurz zuvor waren zwei von syrischem Gebiet abgefeuerte Raketen auf den israelisch besetzten Golanhöhen eingeschlagen. Verletzte gab es nicht. Zu diesem Zeitpunkt reagierte die israelische Armee nach Angaben einer Militärsprecherin zunächst mit Artilleriebeschuss.

Gezielt oder fehlgeleitet?

Die Golanhöhen im Dreiländereck von Israel, Syrien und dem Libanon wurden seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor vier Jahren häufiger von Geschossen getroffen. Oft handelte es sich um Querschläger von Gefechten zwischen Aufständischen oder Dschihadisten und syrischen Regierungstruppen. Ob der jüngste Angriff auf Israel zielte oder die Geschosse fehlgeleitet waren, blieb auch diesmal unklar.

Am 18. Januar waren bei einem – anscheinend israelischen – Luftangriff in Syrien ein iranischer General sowie mindestens sechs Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz getötet worden. Die israelischen Streitkräfte haben dies weder dementiert noch bestätigt. Da der Iran und die Hisbollah mit Vergeltung drohten, hatte Israel seine Truppen im Norden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Israel und Syrien streiten sich seit fast fünf Jahrzehnten um die Golanhöhen. Israel hatte das rund 1150 Quadratkilometer große Areal im Sechstagekrieg 1967 größtenteils erobert und Ende 1981 annektiert.

fab/jj (afp, dpa, rtr)