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Krieg in Syrien

Israel greift Chemiewaffenfabrik im Westen Syriens an

Israelische Kampfflugzeuge sollen Ziele in Syrien angegriffen haben. Die Aktion galt wohl einer Chemiewaffenfabrik. Israels Armee schweigt sich aus.

Symbolbild: Ein F-35-Kampfjet der israelischen Luftwaffe (Getty Images/AFP/J. Guez)

Ein F-35-Kampfjet der israelischen Luftwaffe (Archiv)

Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der syrischen Armee ein Militärgelände in Syrien angegriffen. Dabei seien zwei Menschen getötet worden, so die syrische Armee. Israel habe vom libanesischen Luftraum aus mehrere Geschosse auf das Militärgelände Masjaf im Westen Syriens abgefeuert, hieß es. Es seien Schäden entstanden. 

Nach unbestätigten Medienberichten soll es sich um eine Chemiewaffenfabrik in der zentralsyrischen Provinz Hama gehandelt haben. Die syrische Armee wird schon länger beschuldigt, in dem betroffenen Gebiet Chemiewaffen zu entwickeln. 

Auch der frühere israelische Militärgeheimdienstchef Amos Jadlin schätzt, dass der Angriff auf eine Chemiewaffenfabrik abzielte. Der Angriff habe einer Fabrik gegolten, "die Chemiewaffen und Fassbomben herstellte, die Tausende syrischer Zivilisten getötet haben", schrieb Jadlin auf Twitter. Jadlin ist Leiter des angesehenen Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) in Tel Aviv.

Die israelische Nachrichtenseite "ynet" berichtete, es sei auch ein Konvoi mit Waffentransporten für die libanesische Hisbollah-Miliz angegriffen worden. Eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv wollte sich nicht zu den Berichten äußern. Augenzeugen berichteten, Krankenwagen seien zu dem Angriffsort gerast. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

Die israelische Luftwaffe hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziele in Syrien angegriffen. In der Regel geht Israel damit gegen Waffenlieferungen an die libanesische Hisbollah-Miliz vor, die an der Seite von Syriens Machthaber Baschar al-Assad kämpft und zu Israels Feinden gehört.

stu/pg (afp, dpa)
 

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