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Global 3000

Israel: Flüchtlinge im Abschiebelager

Die Flüchtlingsströme aus Afrika nehmen zu. Viele kommen aus Konfliktregionen, am Horn von Afrika, aus der DR Kongo, aus der Zentralafrikanischen Republik und vor allem aus dem Sudan. Allein aus dem jungen Staat Südsudan gab es zuletzt mehr als eine Million Flüchtlinge binnen weniger Monate. Einige von ihnen kamen den langen Weg über Ägypten bis nach Israel - Tendenz steigend.

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Wer dort im Flüchtlingslager Holot im Süden des Landes landet, kommt kaum noch weg, außer zurück in die Heimat. Keni aus Dafur haben sie dafür 3000 Dollar geboten. Die wenigsten bekommen im Land eine Aufenthaltsgenehmigung und so müssen sie nach Holot, ins "Internierungslager", hinter Stacheldraht, mitten in der Negev-Wüste. Mittlerweile sind es bereits 1500 Flüchtlinge. Und Israel will das Lager für 5000 Insassen ausbauen lassen.

In Tel Aviv, Israels Metropole, ist ein ganzer Stadtteil vom Flüchtlingselend geprägt. Sie schuften in Cafés, Restaurants und Hotels, meist zu Hungerlöhnen. Oft illegal. Unterstützung vom Staat gibt es kaum. Die Asylsuchenden werden abwertend als "Eindringlinge" und "Illegale" bezeichnet.

Das neue Flüchtlingslager Holot spaltet seit Beginn des Jahres die Nation. Die einen demonstrieren regelmäßig für eine bessere Behandlung der Afrikaner, die anderen, dazu gehören auch Teile der Politik, wollen sie schnellstmöglich aus dem Land haben. Ein Pulverfass sagt Amnesty International, denn mit jedem Tag, in dem die Grausamkeiten im Sudan zunehmen, strömen auch mehr Menschen ins gelobte Land, nach Israel.