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Aktuell Nahost

Israel durchsucht aufgebrachten Waffenfrachter

Israelische Soldaten haben auf einem aufgebrachten Frachter 40 Raketen mit einer Reichweite von bis zu 160 Kilometern entdeckt. Israel vermutet den Iran hinter der Lieferung. Teheran bestreitet jede Verwicklung.

Nach der Durchsuchung des Schiffs teilte das israelische Militär mit, es habe auf der "Klos-C" 40 Raketen vom Typ M-302 sichergestellt. An Bord seien zudem, versteckt unter Zementsäcken, 181 Mörsergranaten und 400.000 Patronen vom Kaliber 7.62 entdeckt worden.

"Jede dieser Raketen ist eine Bedrohung für die Sicherheit der Bürger Israels", erklärte der israelische Generalstabschef Benny Gantz. "Jede Kugel, jede Rakete, die entdeckt wurde, hatte eine israelische Adresse", hieß es in der Erklärung weiter. Israel werde auch künftig versuchen, die Verbreitung von Waffen in der Region zu unterbinden.

Iran involviert?

Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff war nach israelischen Angaben im Roten Meer unterwegs nach Port Sudan. Das Schiff sei rund 1500 Kilometer südlich von Israel in internationalen Gewässern vor der Küste zwischen dem Sudan und Eritrea abgefangen worden. Es wurde von der israelischen Marine umgeleitet und im südisraelischen Hafen Eilat durchsucht.

Frachtschiff Klos-C (Foto: dpa)

Dieser von Israel aufgebrachte Frachter hatte die Raketen geladen

Die israelischen Streitkräfte werfen dem Iran vor, er habe die Raketen in den Gazastreifen liefern wollen. Von dort aus feuern militante Palästinenser immer wieder Raketen auf israelisches Territorium ab. Teheran weist diesen Vorwurf zurück. Das Palästinensergebiet wird seit dem Jahr 2007 von der radikalislamischen Hamas-Bewegung beherrscht.

Die auf der "Klos-C" gefundenen Waffen sollen am Montag bei einer Pressekonferenz im Beisein von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Jaalon in Eilat gezeigt werden. Netanjahu sagte am Sonntag, der Einsatz im Roten Meer habe "zwei Ziele gehabt: die Lieferung tödlicher Waffen an Terrororganisationen im Gazastreifen zu verhindern und das wahre Gesicht des Irans aufzudecken, der hinter dieser Waffenlieferung steckt". Man werde Beweise für die Beteiligung Teherans liefern, kündigte Netanjahu an. Er forderte zudem die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton dazu auf, bei ihrem Besuch im Iran unbequeme Fragen zu der Waffenlieferung zu stellen.

kle/wa (dpa, afp)

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