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WM-Qualifikation

Island träumt von der Fußball-WM

Island ist auf dem besten Wege, sich für die Fußball-WM 2018 in Russland zu qualifizieren. Nach dem 3:0 in der Türkei fehlt nur noch ein Sieg gegen Außenseiter Kosovo.

Mit ihren Huh-Rufen und einzigartigen Choreografien sorgten die isländischen Fans bei der EM 2016 europaweit für Aufsehen. Ein Sieg im abschließenden Qualifikationsspiel in Reykjavik gegen das Team des Kosovo würde daher nicht nur Islands Fußballern die Chance bereiten, sich bei der WM 2018 in Russland weltweit zu präsentieren.

Vor dem entscheidenden Spiel sind die Isländer der Spitzenreiter der Gruppe I, während die Kosovaren das Schlusslicht bilden. Diese konnten bis dato keines der neun Spiele gewinnen und haben gerademal einen Punkt auf dem Konto. Island hingegen hat bereits 19 Zähler und führt nach souveränen Vorstellungen mit zwei Punkten vor Kroatien und der Ukraine. Angesichts dieser Ausgangslage scheint die WM-Qualifikation für das Team von Trainer Heimir Hallgrimsson nur noch Formsache. Dennoch gehört Überheblichkeit offenbar nicht zur Mentalität des Isländers. "Das ist alles sehr aufregend. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt möglichst gut erholen", sagte Bödvarsson.

Hoffnung auf erste WM-Teilnahme

Nach dem überraschend deutlichen 3:0 (2:0) in der Türkei, flogen die Isländer noch in der Nacht zum Samstag aus dem türkischen Eskisehir zurück auf die Vulkaninsel im Atlantik, wo sie 2016 nach dem Viertelfinal-Aus gegen Gastgeber Frankreich (2:5) von den Fans gefeiert wurden. Ähnliche Bilder dürfte es auch am Montag geben, sollte das Ticket nach Russland tatsächlich gelöst werden. Mittelfeldspieler Kári Arnason betonte: "Alles hängt vom letzten Spiel ab. Wir glauben daran."

UEFA EURO 2016 - Heimkehr Island Nationalmannschaft (Reuters/Geirix)

Bejubelte Rückkehr: die isländische Nationalelf nach dem Viertelfinal-Aus bei der Euro 2016

Für Island wäre Russland 2018 die erste WM Teilnahme überhaupt, was sogar das Staatsoberhaupt aus der Fassung bringt. "Ein großartiger Sieg unserer Jungs. Noch ist nichts entschieden, aber wir haben unser Schicksal in den eigenen Händen.", schrieb Präsident Gudni Johannesson voller Euphorie auf Facebook. Wie vermutlich der Rest des Landes, dankte auch Johannesson dem Finnen Pyry Soiri, der mit seinem Tor zum 1:1 dem Gruppenrivalen Kroatien in der 90. Minute jene zwei Punkte raubte, die den Isländern die Tabellenspitze bescherten. Der Finne antwortete brav mit: "Danke, Mr. President!".

Türkei scheitert erneut

Nach den Treffern von Johann Gudmundsson (32. Minute), Birkir Bjarnason (39. Minute) und Kari Arnason (49. Minute), wird die Türkei bei der Endrunde erneut fehlen. Die Fußball-Wikinger hingegen stehen nach einem "von Islands besten Spielen überhaupt" (Tageszeitung Morgunbladid) kurz vor einer Sensation. Der bislang größte Erfolg war der spektakuläre Sieg im EM – Achtelfinale gegen England (2:1). Die bevorstehende Qualifikation zur Fußball Weltmeisterschaft wäre für die Spieler ein weiterer großer Erfolg, so schrieb der beim FC Augsburg spielende Stürmer Alfred Finnbogason nach dem Spiel gegen die Türkei: "Was für eine Nacht. Wir sind nur noch einen Schritt von unserem Traum entfernt."

rs (mit sid,dpa)