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Aktuell Nahost

Islamisten töten Sicherheitskräfte in Ägypten

Ägypten wird von neuen Terroranschlägen erschüttert. Auf dem Sinai erschießen Islamisten fünf Soldaten und Polizisten. Ein Anschlag auf eine U-Bahn verursacht dagegen eher kleinen Schaden.

Islamistische Terroristen haben in Ägypten mindestens fünf Sicherheitskräfte getötet. Die Angreifer stoppten nach Angaben der Behörden auf der Sinai-Halbinsel Kleinbusse. Dann hätten sie diese durchsucht, drei Soldaten und zwei Polizisten herausgeholt und erschossen. Die Täter seien Mitglieder der Organisation Ansar Beit al-Makdis. Diese hatte kürzlich dem selbst ernannten Kalifen Abu Bakr al-Bagdadi von der syrisch-irakischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.

Im Norden der ägyptischen Hauptstadt Kairo verübten zudem Unbekannte einen Anschlag auf eine U-Bahnstation (Artikelbild). Der Sprengsatz wurde laut Innenministerium auf einer Gepäckablage abgestellt und verursachte mehr Lärm als unmittelbaren Schaden. Allerdings kam es nach der Detonation zu einer Massenpanik. Mindestens 16 Menschen wurden überwiegend leicht verletzt, berichtete das staatliche Nachrichtenportal "Al-Ahram" unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Angriff auf See weiter unklar

Bereits am Vortag war die ägyptische Marine angegriffen worden. Laut Armee nahmen Bewaffnete auf Fischerbooten vor der Küste ein Schiff unter Beschuss. Acht Soldaten seien danach vermisst, 32 "Terroristen" seien festgenommen worden. In Ägypten gibt es seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch die Armee im Juli 2013 immer wieder Anschläge von Dschihadisten. Angriffe auf See gab es bislang aber in dieser Form nicht.

Der französische Marineexperte Alain Coldefy äußerte deshalb Zweifel an der Darstellung der Armee: In der Region gebe es zahlreiche Schmuggler. Auch "Al-Ahram" schließt allerdings nicht aus, dass es sich bei den Angreifern auch um Schmuggler gehandelt haben könnte.

det/uh (afp, dpa, rtr)

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