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Afrika

Islamisten-Miliz meldet sich mit Terror zurück

Mehr als 70 Tote – das ist die Bilanz eines Anschlags in der Innenstadt von Mogadischu in Somalia. Eine Autobombe war vor dem Bildungsministerium explodiert. Die Extremistengruppe Al-Schabaab bekannte sich zu der Tat.

Mehrere Personen stehen nach dem Anschlag in Mogadischu um eine mit einem Tuch bedeckte Leiche (Foto: epa/Abdi Hajji Hussein)

Das Bürgerkriegsland Somalia kommt nicht zur Ruhe. Knapp zwei Monate, nachdem sich die Rebellen der radikal-islamischen Al-Schabaab-Miliz aus der Hauptstadt Mogadischu zurückgezogen hatte, meldete sie sich am Dienstag (04.10.2011) mit einem verheerenden Anschlag zurück.

Studenten unter den Opfern

Ausgebranntes Fahrzeug in Mogadischu (Foto: epa/Abdi Hajji Hussein)

Ein Bild der Zerstörung in Mogadischu nach dem Anschlag

Die Islamisten-Gruppe brachte einen mit Sprengsätzen beladenen Laster vor einem Gelände mit Regierungsgebäuden zur Explosion. Rettungskräfte schätzen die Zahl der Toten auf mehr als 70. Viele weitere Menschen wurden verletzt.

Die der Al-Kaida nahestehende Extremistengruppe Al-Schabaab bekannte sich im Internet zu dem Anschlag. Die somalische Regierung teilte mit, bei den meisten Toten handele es sich um Studenten und deren Eltern. Sie hätten auf Ergebnisse einer Prüfung für Stipendien des Bildungsministeriums gewartet. In dem Regierungsschreiben heißt es weiter: "Der Anschlag zeigt, dass die Gefahr durch Terroristen noch nicht vorbei ist und dass es offensichtlich noch Leute gibt, die die Fortschritte behindern wollen, die die Somalier in Richtung Frieden gemacht haben."

Instabile Lage

Seit dem Fall des Machthabers Mohamed Siad Barre vor 20 Jahren herrscht in Somalia politische Instabilität. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Al-Schabaab-Milizen und den Truppen der von den Vereinten Nationen (UN) unterstützten somalischen Übergangsregierung.

Bewaffnete Al-Schabaab-Kämpfer (Foto: AP)

Seit Jahren terrorisieren Al-Schabaab-Kämpfer das Hungersnotland Somalia

Al-Schabaab-Kämpfer kontrollieren zahlreiche von einer schweren Hungersnot betroffene Gebiete in Zentral- und Südsomalia und werden für heftige Gefechte nahe der kenianischen Grenze verantwortlich gemacht.

In Somalia herrscht die schlimmste Dürre seit 60 Jahren. Die UN haben sechs der 18 Regionen Somalias offiziell zu Hungersnotgebieten erklärt.

Autorin: Marion Linnenbrink (afp, dapd, dpa, epd, rtr)
Redaktion: Ursula Kissel

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