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Syrien

"Islamischer Staat" ist in Palmyra zurück

Erst befreit - und nun vor dem Fall? IS-Kämpfer sind erneut in die syrische Wüstenstadt Palmyra einmarschiert. Die Regierungstruppen von Präsident al-Assad konnten die Stadt nur neun Monate halten.

Syrien Oasenstadt Palmyra (picture-alliance/dpa/V. Sharifulin)

Die Dschihadisten hatten bei ihrer ersten Eroberung unwiederbringliche Kulturschätze zertrümmert (Archivbild)

Kämpfer der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hätten den Nordwesten Palmyras unter ihre Kontrolle gebracht, während sie sich im Zentrum Kämpfe mit der syrischen Armee lieferten, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien. Die oppositionsnahe Organisation beruft sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. 

Erst befreit, jetzt wieder gefallen

Der IS hatte vor wenigen Tagen eine neue Offensive nahe der antiken Oasenstadt gestartet. Regierungstruppen schickten daraufhin nach eigenen Angaben weitere Einheiten nach Palmyra, wo die radikalen Islamisten zuletzt wieder Gebiete erobern konnten. Nach heftigen Kämpfen mit der syrischen Armee hatten die Extremisten zuvor das Gasfeld Dschihar eingenommen und rückten von dort auf die Stadt vor.

Erst im März diesen Jahres hatten syrische Regimetruppen die historische Oasenstadt vom IS zurückerobert. Der IS hatte Palmyra bereits in der Vergangenheit fast ein Jahr lang unter Kontrolle. Damals zerstörten die Extremisten zahlreiche einzigartige, rund 2000 Jahre alte Ruinen, die zum UNESCO-Welterbe gehören. So sprengten sie die Tempel Baal und Bal-Schamin sowie den Triumphbogen. Im März dieses Jahres konnten Regierungstruppen Palmyra mit russischer Luftunterstützung wieder zurückerobern.

pab/jj (afp, ape)