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Aktuell Amerika

"Isaac" verwüstet US-Süden

Nach dem Abzug des Hurrikans "Isaac" kämpfen die Behörden an der US-Golfküste weiter gegen massive Fluten und Stromausfälle. Der Sturm hinterlässt eine Spur der Verwüstung und Schäden in Milliardenhöhe.

Mit dem kontrollierten Ablassen von Hochwasser sollte ein drohender Dammbruch an der Staatsgrenze von Mississippi zwischen Louisiana verhindert werden, der bis zu 60.000 Bürger in Gefahr bringen könnte, sagte Louisianas Gouverneur Bobby Jindal. Er sprach von der "größten Herausforderung" des Sturms, der auf seinem Zug durch den Südosten vereinzelt zu Todesfällen und Verletzungen führte. Tausende Anwohner wurden vorsichtshalber evakuiert.

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Überschwemmungen in Louisiana durch "Isaac"

Der US-Wetterdienst hat indes "Isaac" zu einem tropischen Tiefdruckgebiet heruntergestuft, das in den kommenden Tagen vor allem starken Regen in Bundesstaaten wie Arkansas, Illinois oder Missouri bringen soll.

New Orleans weitgehend verschont

Derweil leiden Hunderttausende unter Stromausfällen. In einigen Regionen des US-Bundesstaats Louisiana stehen noch ganze Straßenzüge unter Wasser. Vorübergehend waren mehr als 900.000 Haushalte ohne Strom. Das waren 47 Prozent des Staates. Die Behörden erklärten, es werde noch mindestens zwei Tage dauern, bis alle Haushalte wieder ans Netz angeschlossen seien.

Die Stadt New Orleans blieb vom Hochwasser verschont, auch dank der Deiche, die nach den verheerenden Zerstörungen durch Hurrikan "Katrina" 2005 verstärkt wurden. Das Ausgehverbot in der Stadt wurde aufgehoben, zur Normalität konnte die Stadt dennoch noch nicht zurückkehren. In einigen Regionen fielen jedoch bis zu 40 Zentimeter Regen. Rund 500 Menschen mussten mit Booten in Sicherheit gebracht werden.

Schäden gehen in die Milliarden

Überflutete Straßen und Häuser in LaPlace, Lousiana (Foto: AP)

In einigen Regionen Louisianas stehen ganze Straßenzüge unter Wasser

Unterdessen werden die finanziellen Folgen von "Isaac" deutlich. US-Firmen, die auf die Bewertung von Naturkatastrophenrisiken spezialisiert sind, gehen davon aus, dass mit Schäden von 500 Millionen bis zwei Milliarden Dollar für die Versicherer zu rechnen sei. Damit würde "Isaac" nicht die Dimensionen von "Irene" aus dem vergangenen Jahr erreichen und erst recht nicht die von "Katrina" vor sieben Jahren.

State Farm, der mit Abstand größte Versicherer in den Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi, betonte, es seien schon rund 1100 Schäden gemeldet worden. Rund 90 Prozent kämen von Hausbesitzern, des Rest entfalle auf Autos.

"Irene" war im vergangenen Jahr bis in die New-England-Staaten vorgedrungen und hatte versicherte Schäden in Höhe von rund 4,3 Milliarden Dollar verursacht. Daten großer Rückversicherer wie der Münchener Rück führen "Irene" sogar mit knapp sechs Milliarden Dollar, damit ist es der achtteuerste Hurrikan seit 1980. "Katrina" steht mit Gesamtschäden von 125 Milliarden Dollar in der Statistik, für gut 62 Milliarden mussten Versicherer geradestehen.

GD/wl (dpa, dapd, afp, rtr)

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