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Aktuell Nahost

IS vermint die Ruinen von Palmyra

Antike Tempel, Torbögen und Theater - Palmyra gilt als eine der bedeutendsten antiken Ruinenstätten im Nahen Osten. Doch dem Ort droht die Zerstörung durch die Terrormiliz "Islamischer Staat".

Die syrische Weltkulturerbestätte Palmyra soll von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vermint worden sein. Augenblicklich sei unklar, ob die Islamisten damit eine Sprengung der antiken Bauten vorbereiteten oder ob sie eine Rückeroberung der Stadt durch syrische Regierungstruppen erschweren wollten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mit.

"Wir sind beunruhigt"

Einwohner hätten berichtet, dass die Dschihadisten "Minen an den Ruinen angebracht haben", bestätigte der Direktor der syrischen Altertümerverwaltung, Maamun Abdulkarim. "Ich hoffe, dass diese Berichte nicht korrekt sind, aber wir sind beunruhigt." Eine Zerstörung der römischen Ausgrabungsstätte müsse verhindert werden, betonte er.

IS-Offensive gegen Kulturgüter

Der IS hat in Teilen Syriens und im Irak bereits zahlreiche wichtige Kulturerbe-Stätten zerstört, darunter die Jahrtausende alte Stadt Nimrud und die Grabungsstätte Ninive. Ende Mai wurde auch Palmyra von den Islamisten eingenommen. Viele fürchteten daraufhin, dass auch diese bedeutende Kulturstätte mutwillig zerstört werden würde.

Wegen ihrer einzigartigen Ruinen gehört die ehemalige Handelsmetropole aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt hat aber nicht nur geschichtliche Bedeutung. Noch heute stellt die Stadt einen strategisch wichtigen Posten zwischen dem Westen Syriens und dem Irak dar.

nin/haz (dpa, afp, rtr, kna)