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Aktuell Nahost

IS-Terrormiliz bestätigt: "Dschihadi John" ist tot

Er verkörperte die Brutalität und Erbarmungslosigkeit des IS wie kein Zweiter: "Dschihadi John" war der Henker der Terrormiliz. Jetzt bestätigten die Dschihadisten den Tod des Mörders.

Bereits Mitte November hatte das US-Verteidigungsministerium erklärt, "Dschihadi John" sei so gut wie sicher bei einem Luftangriff in Syrien getötet worden. Damals hatte die Terrororganisation "Islamischer Staat", IS, sich dazu nicht geäußert. Jetzt teilten die Extremisten in ihrem Internet- Propagandamagazin "Dabiq" mit, "Dschihadi John" sei vor zwei Monaten in der IS-Hauptstadt Raqqa im Osten Syriens getötet worden. Sein Auto sei von einer Rakete zerstört worden, die von einer Drohne abgefeuert worden sei.

Henker in Enthauptungsvideos

Der Mörder hieß Medienberichten zufolge mit bürgerlichem Namen Mohammed Emwasi. Der 1988 in Kuwait Geborene wuchs nach Angaben des britischen Senders BBC in London auf und studierte an der University of Westminster Informatik.

Seinen Spitznamen "Dschihadi John" erhielt der britische Staatsbürger nach dem Auftauchen eines brutalen Hinrichtungsvideos der Terrormiliz im August 2014. Darin enthauptete der Terrorist den vom IS in Syrien entführten US-Journalisten James Foley.

Es folgten weitere Hinrichtungen durch Emwasi, der in den Videos stets sein Gesicht hinter einer schwarzen Maske verhüllt und ein Messer bei sich trägt. "Dchihadi John" ermordete Reporter und Entwicklungshelfer aus Großbritannien, den USA und Japan. Syrischen Aktivisten zufolge hat er alle von der IS-Miliz veröffentlichten Hinrichtungsvideos selbst gedreht.

Aus Großbritannien zum IS

Emwasi soll zu einer Gruppe von IS-Kämpfern gehört haben, die aus Großbritannien zu den Extremisten gereist waren und intern "Die Beatles" genannt wurden, wie die US-Zeitung "Washington Post" schon vor einiger Zeit berichtet hat. Nach Angaben ehemaliger Gefangener soll er auch die berüchtigte Foltermethode "Waterboarding" - simuliertes Ertränken - bei IS-Geiseln angewendet haben. Die britische BBC hatte Anfang 2015 Februar berichtet, Emwasi sei jahrelang auf dem Radar des britischen Geheimdienstes gewesen. Dennoch sei ihm die Ausreise nach Syrien gelungen.

wl/qu (dpa, rtre, afp)